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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1846-01-01 · 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846) · p. Seite 261

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
Date
1846-01-01
Page
Seite 261 (sequence 284)
Language
German
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IRI
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Romantik 261 gefunden, hat einen Einkauf besser denn Perlen! Wiederum heißt es: Darum soll der Mann verlassen Vater und Mutter, und soll hängen an seinem Weibe. So steht es geschrieben in unserer Gemara, wo diese Stellen angeführt werden, deutlich, daß Jeder die Pflicht der Verehelichung auf sich nehme. Darum habe ich mich schon lange gewundert, daß Ihr, ein so gottesfürchliger Mann, Eurem Sohne, dem Jüngling, der Gutes übt, und Böses meidet, dem vernünftigen, verständigen, scharfsinnigen Herrn David — leben soll er— nicht erkiest ein Weib, seiner würdig. Nur habe ich mir selber erwiedert, daß Ihr erst eine adelige Familie dazu sucht, dieweil Ihr ein Nagid seid. Sintemal ich aber weiß, daß der von einer berühmten Familie abstammende vornehme Herr Chaijim Kratter von hier, der heiligen Gemeinde Wilna, — Gottes Stadt möge erbaut werden — seine Tochter, die keusche, bescheidene, züchtige und fromme Sara — leben soll sie — abstammend vom berühmten R eb M o ses Jsserls und andern Geonim des Landes, verheirathen will, so ermahne ich Euch im Namen der Schrift, diese Gelegenheit nicht zu versäumen, und Eurem Hause durch diese Heirath den Glanz zu verleihen, den ein solcher Jichus auf dasselbe wirft; denn Euer Sohn ist ohnehin schon zu lange ledig geblieben. Ich verlange für mein frommes Werk nichts, als den Segen Gottes und seinen Lohn, und thue Alles nur um seiner heiligen Thora willen. Aber weil Ihr die reichere Parthei seid, so werden Euch die dreißig Dukaten, die Ihr mir für meine Mühe, wenn aus der Sache etwas wird, geben wollt, nichts schaden. Ich erwarte sehr schnell und sehr bald Antwort, denn Sara Kratter ist eine Mejucheset, daß schon ganz große Negidim um ihre Hand angehalten haben. Ich rathe zur Eile. So spricht der Geringste unter den Tausenden Israels, Nach man, der Sohn Jizchaks, sel. Andenkens, genannt der Trauman Schadchen." Da Samuel den Brief gelesen hatte, reichte er ihm ganz entzückt seiner Gattin, aus die er nicht minder ünen freudigen Eindruck machte.

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