Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 206)
- Language
- German
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181 für נוף und נשמה es der Mensch auch dann noch zur Gelehrsamkeit bringt, so kann er doch kein כונה haben, wenn nicht durch großes Mißgeschick und körperliche Leiden. Darum soll man mit dem Kinde in der Muttersprach' lernen; lernt man aber mit dem Kinde in einer andern Sprach', die es nicht versteht, so ackert man mit dem Kinde sechs oder sieben Jahr, und sein Herz weiß nicht, was es bedeut' דאה♦ ober אהבה ober לא ידעו ולא יבינו בחשיבה — { חציפות יתהלכו (sie wissen nichts, sie verstehen nichts, sie tappen im Finstern). Daher kommt es, daß die Meisten von uns die Gebete ohne Andacht verrichten; ja, mancher böse Mensch würde vielleicht besser werden, so er die Gebete verstehen würde, denn ein böser Mensch verflucht sich ja selbst im Gebet', und bittet allezeit für den Frommen, dem er Feind ist, wie es in תהליס (Ps. 1; 1,14) heißt: ״Wohl dem, der nicht geht den Weg der Kosen! — Die Kosen werden sein wie Spreu, welche der Wind vorweht! — Ferner: וכל עושי רשעה כדנע יאבדו (Alle Uebelthäter werden augenblicks vergehen) וירך רשעים יעות (den Weg der Frevler verkrümmt er) ואת כל הרשעים ישמיד (und alle Bösewichter vertilgt er); solche Beweisstellen kann mm zu Hunder- Len aufführen, daß sich der Böse selbst verflucht, und betet allezeit für. den Frommen, dessen Feind er doch ist, als: 'שומר ה את כל אוהביו (Gott hütet alle seine Freunde) .עין ה' אל ידאיו (Gottes Aug' wacht über seine Frommen) ותן שכד טוב לכל הבוטהים בשמך באמת (gib guten Lohn Allen, die auf deinem Namen in Wahrheit bauen); also ist es gewiß, wenn ein böser Mensch sein Gebet verrichtet, und versteht's nicht, so handelt er wider sich selbst, und kann das schwerlich mehr ändern, wie wir dies noch weiter auslegen wollen. Wir finden nämlich ferner in der Vorrede des Buches אדהות צדיקים eine Bemerkung über die fünf Kräfte, die da sind: Kehen, Horen, Schmecken, Riechen und Greifen; diese fünf Kräfte bringen ihre Wirkung zum Herzen, was nämlich die Augen sehen, die Ohren hören, der Mund schmeckt, die Ras riecht, die Hand greift, das bringen sie alles dem Herzen zu, dadurch kann das Herz klug werden, und Rath geben, was ihm nütz' und schädlich ist. Und was das Herz dann thun will, das muß es wieder durch