Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 175)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2609281-3184084--1283-3185394- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
148 Skizze einer Geschichte 12. Abuomdan, eigentlich Mose Alsepraani, genannt Alteflisi, weil er von seinem Wohnorte Sepraan (?) sich nach Tiflis begeben hat, ein Freund des Ismael und A l O k b ar t.1 2) Er trat auf in der Zeit des Königs A r m i l o s, (wer damit gemeint sei, ist eben so räthselhast, wie der Zusatz, daß dieser König vom Abuomdan erzählt habe, derselbe habe im Tempel ttHpnn m geschworen, das biblische Wf bedeute ein Huhn, von der bekannten zahmen Art, und sei auch in Jerusalem auf dem Altar geopfert worden.) Mit den Karalten stimmt er in Betreff des Wochenfestes überein, so wie auch in Hinsicht des Verbotes, eine Bruder - oder Schwestertochter zu ehlichen, und im Verbote trächtiger Thiere. Dagegen ging er von den Kara'lten ab in der Bestimmung des Neumondes, den er in der Zeit seiner völligen Dunkelheit annimmt so wie in Gestattung des Fettgenusses.3) 13. M osue (Mose) Balbe ki, aus Balbek, lehrt daß das Fett von Privatopfern erlaubt war, und folgte hierin der Ansicht der Gebirgsbewohner, welche das Gesetz verändern. (Dies deutet wieder auf abweichende Lehrweisen). Er setzt das Wochenfest ebenfalls auf den ersten Wochentag, weiß aber nicht auf welchen. (Hier scheint zwischen dem 7ten und 8ten eine Ungewißheit obzuwalten.) Den Passatag ordnet er stets auf den 5. Wochentag an, damit der Versöhnungstag am Sabbath sei (also stehender Kalender). Eine klare Ansicht vom N e u m o n d hat er gar nicht. Er behauptet, am Sabbath habe man keine Schulvopfer darbringen dürfen, und nur Gebete seien gestattet gewesen, selbst das Sabbath-Brandopfer sei vor Eintritt des Sabbathes dargebracht worden. Beim Gebete ordnet er an, das Gesicht stets nach Westen zu kehren und den Rücken nach Osten. In Baßora entstand diese Lehre, die sich auf ihren Stifter beruft, 1) Im Tert I s m. und Okbari seine Gefährten; es ist dabei undeutlich ob dies blos 2lehnlichkeit der Häresie bezeichnen soll, oder ob sie Zeitgenossen und Freunde waren. Vgl. Or. a. a. O. 2) Hierüber discutiren die Kara'.ten sehr viel. Mit Abuomdan stimmt auch Mesue A l O kbari (Aron B. <?t. im S. Mizwotb) und dies scheint die Lesart zu bestättigen, daßIsm. und Okobari zwei Personen sein sollen.