Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 4 Jahrgang = Jahr 5606 (1845)
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 134)
- Language
- German
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26 Geschichte der waren, die Frieden 1mt> Ruhe suchenden Enkel Jakob's anzuzieheil. Die Letzteren Kriege waren noch nicht ausgebrochen, als am 20. September 1459 auf dem vom Papste Pius H zu Mantua abgehaltenen Kongresse die Forderung altsgesprochen wurde, Vas; die Klerisei den zehnten, sämmtliche Laien Den drei-- ßigsten Th eil von ihren Einkünften, die Juden aber den zwanzigsten Theil ihres gesummten Vermögens zu den Kriegs kosten beitragen sollten. Und da es dem Könige Mathias Korvin um ״den glorreichen Kampf gegen die Sekte Mahomeds" recht ernstlich zu thun war׳, so mußtet: die jüdischen Einwanderer mit Recht fürchteil, bei ihrem Eintritt in das ungarische Reich eitlen großer! Theil ihres Gesammtvermögens zil verlieren. J!l diesen und ähnlicheil Umständen, welche im Laufe unserer Darstellung innuer deutlicher hervortreten werden, liegt der Grund, daß die Geschichte vieler israelitischer Gemeinden in Ungarn erst tut acbtzehntell Jahrhunderte beginnt, wie dies selbst bei den, gegenwärtig hervorragenden und oft genannten Gemein-- den zu Pest, Großkanischa und Arad der Fall ist. Denn noch im Jahre 1780 genossen nur zwei Israeliten, Abelsb e r g ll e r uild L i e b n e r, da s P r i v i l e g i u m di e P e st e r Märkte zu besuchen; jeder andere mußte für diese Freiheit 24 KrollthaLer entrichterr. Die Niederlassung der Israeliten in Pest begann in Folge des josephinischen To l e r a n zp a t e n t e s im Jahre 1782. Die Entstehung der Großkanischaner Gemeinde geht zwar in frühere Zeit zurück, doch wurde der erste Rabbiner erst im Jahre 1754 in der Person des Juda Ehaim Torne angestellt. Die Arader Gemeinde war im Jahre 1789, als der selige Aron Ehorin ihr erster ordentlicher Rabbiner wurde, noch klein und unansehnlich. Daß nlm die -Archive der genannten uitb anderer jungen Gemeinden für die frühere mittelalterliche Geschichte keilte Materialien, nicht einmal Fingerzeige darbieten, kann daher nicht befremden. Aber selbst ältere Gemeinden, wie die zu Altofen, Schloßgrund zu Preß bürg, Eisenstadt und Rechnitz haben nur Weniges zu bieten; da Feucrsbrünste, ungünstige Zeiten und Mangel an historischem Sinne Vieles zu Grunde