Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 4 Jahrgang = Jahr 5606 (1845)
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 91)
- Language
- German
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das Jahr 1844. 17 Universität hinreichende allgemeine Kenntnisse erworben habe und zugleich in Bezug auf jüdisch-theologische Kenntnisse die Befähigung durch ein Nabbinats-Diplom darthun. Die Landrabbiner werden von den Synagogen-Gemeinden des Landrabbinats-Bezirks nach absoluter Stimmenmehrheit gewählt; vorbehältlich der Bestätigung des Ministeriums des Innern " — Hingegen ging in Frankfurt am Main ein Gesetz durch, welches jedem religiös-frommer gesinnten Israeliten nur schmerzlich sein konnte: es wurde nämlich in der neuen Wechselordnung Die Befugniß, am Sabbath- und Feiertage Wechsel nicht zu aceeptiren und zu zählen aufgehoben. — Auch hat die Angelegenheit der Emancipation abermals mehre Niederlagen in unserm Vaterlande erhalten. In Hamburg wurde ein Gesetzesvorschlag zur Verbesserung der Verhältnisse der Israeliten vom Senate dem Oberalten-Collegium vorgelegt, aber von diesem zurückgewiesen. Außerdem wurde ein von der Kommerzdeputation an den ehrbaren Kaufmann (die offiziellen Versammlungen der Kaufmannschaft) gestellte unv von ihrem zeitherigen Präses Geffken in einem meisterhaften Vortrage unterstützte Voxschlag Der Zulassung jüdischer Kaufleute zu eben diesen Versammlungen mit 195 gegen 133 Stimmen äbgelehnt. In der Regel werden die Versammlungen nur von 30 bis 50 Personen besucht, und der Vorschlag wäre sicherlich ohne besondere Sensation durchgegangen, wemr nicht einige eingefleischte Judenfeinde — am Tage zuvor eine Menge Leute aller Klassen zur feindlichen Abstimmung in den Konferenzsaal abgeschickt hätten, was um so leichter war, als keine Omalifikationsbewelse .gefordert werden, keine Debatte oder Deliberation stattfindet und .nur durch geheimes Abstimmen votirt wird. Von den erwähnten Jntriguen erhielten die günstig Gesinnten erst am Versammlungstage Nachricht und so fand diesseits sich keine gehörige Majorität ein. — In der 35. Sitzung der Schleswigschen Stände wurde Der §. über die Wehrpflicht der Juden in einem Gesetzentwurf über allgemeine Wehrpflicht diskutirt. Die Juden wurden mit 27 gegen 13 Stimmen von der Wehrpflicht ausgeschlossen. Die Frage hinsichtlich der Wehrpflichtigkeit der Juden führte zu einer