Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 128)
- Language
- German
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67 das Jahr 1843. gung kann an einem jeden Tage in der Woche, mit Ausnahme der Sonnabende und der jüdischen Festtage vorgenommen werden. — Auf dem amerikanischen Festlande waren früher in Bezug auf die religiöse Duldung die ärgsten Extreme mit einander vereinigt. Während die vereinigten Staaten das Beispiel der unbeschränktesten Gleichstellung aller Kulte gaben: dursten die unter spanischem Scepter stehenden, ungeheuren Gebiete nur von Römisch-Katholischen betreten werden. Allein mit dem spanischen Scepter sank auch diese Ausschließung in Nichts. Wieder ist nun vor Kurzem ein Staat Amerika's allen Glaubenspartheien ohne Ausnahme geöffnet, und gesetzlich der Zutritt gestattet worden. Im Laufe der Zeit wird diese Freiheit auch von unseren Glaubensgenoffen benutzt werden, und schon in diesem Augenblicke sind mehre bereit , dahin, wenn auch nur zu jeweiligem Aufenthalte, zu gehen. Wir meinen Mexiko, das reiche, wenn auch sehrverwilderte Mexiko. Der Präsident Santana hat das alte spanische Gesetz, das nur Katholiken das mexikanische Bürgerrecht bewilligte, so daß keine Mexikanerin einen Andersglaubenden heirathen durfte, bevor dieser nicht öffentlich seinen Glauben abgeschworen, aufgehoben: fortan ist Niemanden seines Glaubens wegen die Niederlassung in Mexiko versagt, und die Mexikanerinnen können ehelichen — wen sie wollen und — wer sie will. — In New-Uork wird gegenwärtig ein geregelter Gottesdienst eingerichtet, wozu ein wissenschaftlicher deutscher Rabbine berufen werden soll. — In Knigston auf Jamaika erscheint eine jüdische Zeitschrift Ille llrst Iruits ok Ille West. — Ueber den Neubau des Tempels in New- Sidney auf Neu-Holland erhielten wir folgenden Bericht: „Nach 1V Jahren sehnsüchtigen Harrens werden nun die Wünsche der Bewohner Sydneys jüdischen Glaubens erfüllt, sie haben die Aussicht, bald einen Tempel zu besitzen, zur Anbetung des einigen Gottes ihrer Väter. Der Grund-