Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 129)
- Language
- German
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68 Rückblick auf stein wurde am 19. April vorigen Jahres gelegt, und die Feier war angemessen; am Abend ward ein prächtiges Diner von 60 Unterzeichnern in der „Albion Tavern^ gehalten. Der architektonische Styl ist ägyptisch und sehr imposant. Die Ornamente werden von polirtem Stein, das Dach von Schiefer. Es wird Sitze für 420 Personen enthalten, offene Bänke mit Rücklehnen. Am Westende eine Gallerte für die Frauen. Unmittelbar vor der Lade, auf einer Platform von vier Stufen wird der Sitz und die Tafel für Rabbiner und Vorbeter sein. Von Herrn I. Salomon ist ein prächtiger hebräischer Dekalog von Glas mir eingebrannten goldenen Buchstaben zum Geschenk gemacht worden. — Am Geburtstage der Königin gibt die Chebrah zu Sydney jährlich einen Ball. — Nach der offiziellen Zählung von 1841 lebten 856 Juden in 28 Grafschaften. Im Eumberland - Distrikt, wozu Sydney gehört, befanden sich 500 ungefähr in gutem Stande.^ — Wir haben nun noch einen Blick auf den Orient zu werfen, wo in diesem Jahre die öde Ruhe wieder völlig eingetreten, die seit Jahrhunderten dort auf dem Menschengeiste lastet. Im August har der österreichische Jnternunnus Graf Stürmer der Pforte eine vom englischen und toscanischen Gesandten unterstützte Note in Betreff des Mangels eines Begräbnis platz es für die europäischen Juden in Konstantinopel überschickt. In ihr wird der Pforre bemerkt, dasi die europäischen Juden keinen Begräbnisiplatz in Kon-- stantinopel hätten, weshalb sie jedesmal genöthigr wären, die Erlaubnis des hiesigen Oberrabbiners der jüdischen Rajas zur Begrabung ihrer Glaubensgenossen auf dem jenen (den jüdischen Rajas) ungehörigen Gottesacker, einzuholen; der Oberrabbiner ertheile diese Erlaubnisi aber nur mittelst der Bezahlung hoher Summen, welche sich für eineLeiche oft aufmehr als 4000 Piaster beliefen. Aus diesen Gründen wurde die Pforte ersucht, den europäischen Juden einen eigenen Begräbnißplatz anzuweisen. Die Pforte erwiederte hierauf, dasi sie sich nicht