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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1843-01-01 · 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843) · p. Seite 136

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
Date
1843-01-01
Page
Seite 136 (sequence 132)
Language
German
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136 T h e f i l l i ii. religiösen Wahrzeichen, wie von einem zärtlichen Freunde, dessen gewisses Wiedersehen den Abschied versüßt. Denken wir weiter nach über ein edles Leben, wie schwer der Weg zu einem solchen gefunden, wie der gefundene so selten verfolgt wird; wie sehr die widerstrebenden Richtungen der Menschen ihn verworren und uneben machen, während doch so wenig ächte Zufriedenheit anzutreffen ist auf anderen Wegen, da wo Gottes Wort nicht geliebt und daran nicht festgehalten wird: so gewinnen wir das gottesdienstliche Werk lieb gleich einem gutgesinnten Freunde, der unser Bestes will. Schauen wir uns in der Vergangenheit um, wo begegnen wir der sittlichen Kraft, der Selbstüberwindung, der ausharrenden Treue? Da, wo ein ewiges, unsterbliches verfolgt wird, und Gott dem Auge und dem Herzen, in dem Sinnbild gegenwärtig geblieben ist. Und nicht anders ist es heut. Ist das Gesetz, das uns über die Fluchen der Leiden hingetragen, bei uns im traulichen Kreise des Hauses, wo es mir uns aufgewachsen, so bleibt es für das Leben ein Vermächtnis; der Liebe aus jenen Tagen, wo wir noch liebten, was wir sollten, wo Gott, Vater und Mutter uns gleich nahe standen. So oft dann an unserm äußern Menschen das Symbol sichtbar wird, regt in dem innern sich die alte Liebe und zieht in ihren geweiheten Kreis Alle, die in gemeinschaftlicher Ueberzeugung mit uns sich erbauet, die mit dem religiösen Brauch uns Tugenden eingepflanzt haben; ja, es werden Alle uns nahe gerückt, die mit uns dasselbe Weh gefühlt, oder mit denen wir gleiches Leid tragen, und in ein Meer glühender Liebe versinkt und schmilzt die kalte Selbstsucht. So hat in dem Worte der göttliche Inhalt deine Seele geläutert; er ist, ein bahnmachender Keil, in deinen harten Sinn eingedrungen, und mit ihm ein Gefolge beseligender Freuden. Die symbolische Handlung hat aufgehört ein blos Aeußerliches zu sein, möchtest du was dich erschüttert alS leere Zeremonie verabschieden? Nur für den giebt es keine geheiligte Erinnerung mehr, der die heiligen Gebräuche aus seiner Nähe sortgewiesen, daß sie den Seinigen fremd geworden;

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