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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1843-01-01 · 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843) · p. Seite 137

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
Date
1843-01-01
Page
Seite 137 (sequence 133)
Language
German
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137 Th efillin.. tragt er aber denen, die für ihn gelitten, die Schuld so schlecht ab, so steht es ihm nicht *u, von dem jungen Geschlechts ein Gedächtnis; für seinen Schmerz, für seine Liebesbeweise einen Dank zu fordern. Oder sollte es der Dünkel sein, der sich von dem Gebrauch der Erinnerungsmittel abwendet? So probehaltig ist doch aber unsere sittliche Starke nicht, daß wir keines aufmunternden Beispiels der Andacht, so treu nicht unsere Tugend, daß wir keiner Mahnung an Gtaubenspflichten bedürften, keiner Unterweisung zum Besserwerden in dem öffentlichen Gottesdienste. Als sündige Menschen entbehren wir nur zu oft jene Führer, die, ohne uns zu fragen, in unser Leben eingreiftn, an Gebot und Pflicht mahnend, jene Gebräuche, die den freiwilligen Gehorsam lehren. Werden wir aber schon einer stummen Mahnung überdrüßig, so fliehen wir die Unterweisung, wir fliehen die Orte, von denen die Lehre ausgeht, wir fliehen die, welche lehren und die, welche belehrt werden; wir entlaufen dem Glauben und seinen Bekenn er n. Dahingegen wirst du, wenn deine Seele an dem religiösen Gesetze Ergötzen hat, denen zugethan bleiben, welche in demselben Gesetze dasselbe Heiligthum verehren; das Bundeszeichen an dir zwischen den Äugen erweckt Andere für die Lehre Gottes, und sollten deren auch wenige sein, — ein einziges Herz, fromm und demüthig, ist ein wohlgefälligeres Opfer als des Libanons Gewild. Viele zwar, die der Unverstand an leere Satzungen geschmiedet, oder die statt des Brauchs nur Mißbrauch fanden, verzweifelten an Israels Lehre und dem eigenen Heil und verriethen beides. Viele wurden unserm ehrwürdigen 'Alterthum entfremdet. Hätten sie Liebe gehabt, sie würden treu geblieben sein und hold. Jetzt aber geht mancher einher unter uns, den Blick zu Boden gesenkt, weil er dem Blick des Bruders zu begegnen sich schämt, und wie sein Kleid mit Tand behängen ist, der nicht vor der Sünde warnt, so wohnt in dem Herzen weltliche Eitelkeit, die Sünde verlockt. Die königliche Sprache, die zu den Propheten geredet, liegt tm Staube, unverstanden von dm Kin-

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