Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 106)
- Language
- German
- Belongs to
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108 Zur Charakteristik ten theologischen Discussionen, theils als Gegenstand der ästhetischen Cultur des Judenthums, welche besonders zum Ziele haben sollte, die hebräische Sprache von allen Barbarismen zu reinigen, und den Ausdruck so weit als möglich dem biblischen zu nähern. Um hiezu ein gemeinsames Organ für alle Freunde dieser Sprache zu bilden, forderte er den Verfaffer dieser Skizze auf, mit ihm gemeinschaftlich eine hebraische Zeitschrift zu gründen. Sie versuchten die Ausführung unter dem Namen p% und es erschien in den Jahren 601 und 60S (vom September 1840 bis 1842) monatlich ein Bogen. Cr eiz en ach hatte die eigentliche Red action, während der Mitherausgeber nur einige Aufsätze lieferte, die Correspondenz besorgte, und sich ein freundliches Veto vorbehielt. Es ziemt sich nicht, hier über die Leistungen und den Erfolg zu urtheilen, doch bemerken wir, daß bei aller Theilnähme, der sich die Blätter erfreueten, die eingegangenen Materialien nur eine kleine Auswahl darboten, indem sie größtentheits weder durch Form noch durch Gehalt der Er- Wartung entsprachen, und es nur zu sehr zur Gewißheit wurde, daß die Kunst, hebräisch zu schreiben, im diesseitigen Deutschland nur sehr wenige Jünger zählte. Die Zeitschrift konnte daher weder, wie es beabsichtigt war, erweitert, noch überhaupt mit der Zuversicht, die Sachkenner zu befriedigen, auf lange Dauer rechnen. Merkwürdig ist der Umstand, daß der Herausgeber, nachdem er den Rest^) der besseren Materialien in Druck gegeben hatte, an demselben Abende verschied, an welchem die letzte Seite der Zeitschrift gesetzt ward, auf welcher gerade noch der Raum blieb, um die Todesanzeige einzurücken, welcher traurigen Pflicht wir uns unterzogen. *) Der Umstand, daß er bereits sehr krank war, und dennoch seine schriftstellerische Thätigkeit fortsetzte, die er ungern Andern übertrug, macht es verzeihlich, daß in die letzten zwei Bogen die Ei ch enb aum'schen Gedichte und zwar theilweise verunglückt, mit ausgenommen wurden, .während, wie wir zu spät bemerkten, sie bereits im מול זמרה vollständig abgedruckt waren. '