Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 105)
- Language
- German
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berühmter Zeitgenossen. 107 Gediegenheit alle frühem überragt, und jedenfalls als eine trefflich geschriebene, gedrängte Uebersicht der Ritualgeschichte bleibenden Werth behaupten wird. Seine pädagogischen Versuche und Lehrbücher, unter denen vorzugsweise die darstellende Geometrie ihm allgemeine Anerkennung erworben, wie denn überhaupt seine mathematischen Arbeiten durch Klarheit sich auszeichnen, ge- Horen nicht eigentlich in den Bereich dieser Skizze, welche mehr sein Wirken in der religiössittlichen Welt der Israeliten darzustellen bestimmt ist. Wir übergehen auch seine kurze Kritik des in Darmstadt erschienenen Au erb ach'scheu Nellgionsbuches, wie einige kleinere Bemerkungen in der Emanziparionsfrage, namentlich gegen Paulus, und erwähnen nur'noch derjenigen selbstständigen Schriften, welche unserem Gebiete angehören. Eine kleine populäre Erbauungsschrift חשבון הנפש oder Selbstprüfung des Israeliten während der Bußtage (1838), hat zum Zwecke, das Volk zu einer würdigen Benutzung der Tage zwischen Neujahr und dem Versöhnungstage anzuleiten, und enthält recht ansprechende und gemüthliche Betrachtungen zur Förderung eines sittlich frommen Sinnes, und eine andere הנוח לבני מצוה, oder Stunden der Weihe für israelitische Confirmanden (1841), bezweckte eine angemessene Vorbereitung und nachhaltige Wirkung des feierlichen Aktes der Religionsweihe. Das letztere Merkchen ist noch durch einige dichterische Versuche deS Or. Th. Cr eize nach besonders ausgeschmückt.— Außerdem verdient noch seine Ausgabe des יסוד מורא , von Aben Esra, mit paraphrastischer deutscher und einer lateinischen Uebersetzung, erwähnt zu werden. Das Verständniß dieses, an manchen Stetten schwierigen Buches ist durch diese Ausgabe erleichtert, und besonders ist das Mathematische darin klar erläutert. Sonst trägt sie wohl einige Spuren der Uebereitung, und genügt nicht überall den Ansprüchen einer strengern Kritik. Eine seiner Lieblingsideen war die Wiederbelebung der hebräischen Sprache, theils als Hülfsmittel zu gelehr-