Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 173 (sequence 221)
- Language
- German
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Nekrologe. ^Hn der Nacht von 20. auf den 21. Mai 1811, starb zu Mühlheim (Großherz. Baden) Herr Juda Israel I a k o b so h n in seinem 74. Lebensjahre, ein Mann, der in unserer Zeit eine desto seltenere Erscheinung war, weil er bei einer gänzlichen Vernachläßigung der Erziehung sich durch einen klaren Sinn und hochherzigen Geist für alles Gute und Edle während seiner ganzen Lebensdauer auszeichnete, weswegen er auch von 'Allen, die ihn kannten, ohne Unterschied der Religion, geliebt und geachtet war. Im Jahre 1819 stiftete er ein Kapital von 300 fl. Renten nebst einer Wohnung zur Begründung eures israel. theologischen Institutes für das "Studium tSrael. Theologen und Schullehrer, Nicht lange vor seinem Tode stiftete er noch 8000 fl., deren Zinsen alle drei Jahre zur Aussteuer armer Mädchen, die sich durch sittliches und religiöses Betragen auszeichnen, verwendet werden soll. Am 28. Januar 1842, starb zu Paris Herr E m a n u e l D e u tz. Groß-Rabbiner des Central - Cousistoriums, in seinem 79. Lebensjahre. Er war Mitglied des großen Sanhedrin's, in welcher Versammlung er sich eben so sehr durch tiefe Gelehrsamkeit wie durch einen Geist weiser Duldung, so selten in jener uns schon fo. fernen Zeit, auszeichnete. Seit mehr als 20 Jahren Groß-Rabbiner, war er unter der israelitischen Volksklajse sehr beliebt, und hatte sich auch die Achtung seiner Kollegen in den beiden Consistorien erworben. Der sehr große Leichenzug wandte sich zum israelitischen Tempel, und durchzog nach daselbst abgehaltener Feier, und Leichenrede die nie du Temple und den Boulevard bis zum Kirchhof Pere Lachaise. Herr Deutz hinterläßt eine Witwe in 'Armuth; im Tempel selbst wurde eine Subseription zu ihren Gunsten eröffnet. Herr v. Rothschild, der derCeremonie beiwohnte, zeichnete 500 Francs. Am 3. Februar 1842, ist der -Oberdirektor der jüdischen Elementarschulen und Mitglied der Censur zu Warschau, Herr Abrah. Stern, im 80. Jahre seines'Alters gestorben, er zeichnete sich schon in seiner Jugend durch unermüdlichen Fleiß aus. Der Hang zu philosophischen Forschungen erweckte in ihm später die 15