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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1842-01-01 · 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842) · p. Seite 161

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
Date
1842-01-01
Page
Seite 161 (sequence 210)
Language
German
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r der Väter. 161 Diese Männer faßten das, was sie ihren Zeitgenoßen anempfehlen wollten, in kurze Regeln, welche spater an einen Faden gereiht und im Namen ihrer Urheber mitgetheilt wurden, gaben in einzelnen Aussprüchen die im Leben zu beachtenden Hauptpunkte an, und zählten diese zuweilen auf — woraus in spätem Sprüchen ein Spielen mit Zahlen entstand, — bezeichneten manchmal ihren Gegenstand durch ein kurzes treffendes Bild oder Gleichnis;, stellten Sah und Gegensatz scharf gegeneinander, und führten hin und wieder das Ergebnis; jener lebendigen Discussion und Wechselwirkung zwischen Lehrern und Schülern, welche in ihren Schulen herrschte, in der Weise seiner Entstehung vor. Was sie lehrten, ist voll des strengsten, unS zuweilen finster erscheinenden Lebensernstes und der tiefsten Lebensweisheit; so kurz und abgebrochen ihre Aussprüche sind, so gedankenvoll und inhaltsreich sind sie. Sie konnten an der Außenseite der Dinge um so weniger haften, mußten um so eher in den innersten Grund, und die wesenhaftesten Beziehungen derselben eindringen, als sie jeden Gegenstand stets aus dem höchsten Gesichtspunkte betrachteten, den der Mensch nehmen kann, dem — religiösen. Die Gotteslehre und nur diese, stetes Forschen in ihr, strerrge Ausübung der göttlichen Gebote — das ist die Summe ihrer Weisheit; so verschieden auch die Gegenstände sind, über die sie sich aussprechen, so tritt uns doch allenthalben das Charakterbild ihres gottgeweihten Lebens, und jenes wahrhaft erklären, sagte N. S. B. G.: Für den Leib und sein nächstes Organ des Gedankens, den Mund nämlich, ist nur Schweigen gut; der Geist soll denken, der Leib handeln, nicht aber viele Worte machen, welches weder für den Gedanken noch für die That zuträglich ist.

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