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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1842-01-01 · 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842) · p. Seite 102

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
Date
1842-01-01
Page
Seite 102 (sequence 156)
Language
German
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102 Predigt am Versöhnungstage, Ob nun das ein Gebrechen in der Zeit ist 2 In die Frage gehe ich nimmer ein! Mit den Weisen, mit den Neichen nehme ich es auf; mit den Starken laß ich mich nimmer ein. Was ich darüber noch zu sagen habe, das sag' ich nur so nebenher, und klopf mir dabei selber aus die Finger und auf den Mund! Wenn Ihr Euch aber selber fraget: warum die jugendliche Kraft in unfern jugendlichen Helden so wenig Heil und Segen schaffe, und das altersschwache Israel an seiner Jugend sich nicht verjünget so wird Jeder von Euch, ich rufe Euch selbst zum Zeugen und zum Richter auf, Euch die Antwort geben: Eure Jugend, die hält die Welt in ihren Schlingen fest und läßt sie nimmer aus. Eure Jugend, die ist selbstständig worden; die ist selbstständig, wo es des Lebens Lust, nicht wo es die Kraft, wo es den Kampf des Lebens gilt. Von Euren Alten könnt Ihr Heil und Trost, von Euren Alten noch den regen Sinn, die ewig jugendliche Lust und Liebe hoffen; sie sind die Ersten bei Euch im Nathe, die Ersten bei Euch, wo und wann es gilt, die Rüstigkeit des Geistes und die Kraft im Dienste Gottes zu bewähren. Eure Jugend hat in ihrer Ungebundenheit sich selbst und ihr besseres Ich verloren. Eure Jugend hat zu viel zu leben, und zu viel gelebt, um für ein Höheres und Besseres zu leben. Und wenn Ihr wieder fragt, wie es gekommen, daß das lebendige Gotteswort, das erst seit Jahren wieder ist lebendig in uns worden, so wenig Anklang in den jugendlichen Herzen findet, und trotz dem, daß es alle Töne anschlägt, die in den jugendlichen Herzen wiederklingen, dennoch nicht in die Herzen dringe, und sie für sich gewinne? so wird wieder Jeder Euch die Antwort geben: es habe es darin versehen, daß es der jugendlichen Schwäche sich nicht habe anbequemen, der Leichtfertigkeit nicht die Wallung lassen, der ewig schlaffen Selbstbehaglichkeit nicht die Kissen und die Polster habe unterschieben wollen, auf der sie behaglich ruhe. Hoffen wir auf eine bessere Zeit — תנתב זאת לדור אחרון ״ עם נברא ׳חללית,®löge mein Wort für eine Zeit, die kommt, geschrieben sein; ein Geschlecht, das noch im Werden ist, wird

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