Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 130)
- Language
- German
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…/2609281-3184076--0130-3184237- Visual Library
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innerhalb der israelitischen Gemeinde,zu Wien. 7 5 israelitischen Einwohner sich von der Theilnahme ausschloß, während, die früheren Beförderer dieses Wohlthätigkeitszweckes durch dessen Erweiterung und kräftiger Betreibung zu nahmhaft erhöhten Beiträgen veranlaßt wurden. Um nicht weitläufig zu werden, wollen wir, statt in den fernem Verlauf umständlich einzugehen , nur einige der uns heute vorliegenden Resultate anführen. Ungeachtet mancher in der Zwischenzeit entstandener sehr fühlbarer Lücken, hat sich die Summe der Armenbetheilungen gegen die frühere Zeit fast verdreifacht, und erreichte im verflossenen Jahre die nahmhafte Summe von 10,000 fl. C.-M. Damit wurden 79 hiesige Arme mit Jahrespensionen von 24— 100 fl. betheiligt, andere mit augenblicklichen sich bis auf 25 fl. C.-M. steigenden Unterstützungen bedacht, und nebstdem die schon früher üblichen Aushülfen an Winterholz und Osterbrot fortgesetzt, so wie endlich für Studierende Beiträge geleistet. Andrerseits wurden nicht weniger als 2182 fremde Arme mit Gaben von 1 — 5 fl. C.-M. und demnach in einem günstigeren Verhältnisse als im vorhergegangenen Jahre betheilt. Endlich hat die Bettelei in den Häusern und Straßen, wenn sie gleich nicht völlig ausgerottet ward, doch ohne Vergleich gegen früheren Unfug sehr bedeutend abgenommen. Wenn hiermit der Aufgabe eines Armenvereins gewiß sehr bedeutend näher gerückt ward, so soll damit nicht vermeint werden, als bleibe zu ihrer Erfüllung nicht noch ein Nahmhaftes zu thun erübrigt. Insbesondere ist es zu wünschen, daß für die Bedürfnisse der hiesigen Armen auf eine noch ausreichendere Art gesorgt werde, so wie daß die Aushülfen an fremde Arme , namentlich bei besonders berücksichtigenswerthen Anlässen, reichlicher ausfallen könnten. Wenn übrigens in letzterer Hinsicht auch zu bedenken kommt, daß bei ergiebigeren Aushülfen jeder Vorwand zum Bettelunfug beseitigt würde, so darf doch andrerseits nicht übersehen werden, daß selbst der Mildthätigkeit hier eine heilsame Grenze abzustecken ist, damit nicht fremde Bettler aus den umliegenden und durch die Eisenbahnen noch näher gerückten Ortschaften herbeigelockt werden. Endlich bleibt wohl auch eine a l l se i t i g e kräftige Unterstützung zur Aufrechthaltung