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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1842-01-01 · 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842) · p. Seite 65

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
Date
1842-01-01
Page
Seite 65 (sequence 121)
Language
German
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IRI
…/2609281-3184076--0121-3184228
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berühmter Zeitgenossen. 65 iter Gemeinde genährt, deren Schicksale sowohl als Religionslehren tief die Seele ergreifen und durchdringen. Keine Gemeinde in der Welt ist so sehr und so unablässig darauf hingewiesen der Armuth und dem Elende liebevolle Theilnahme zuzuwenden, und die Wnnden, welche ein hartes Geschick so grausam schlägt, zu heilen oder zu lindern, und nirgends geben die religiösen Riten so vielfältigen Anlaß, dem Antriebe zum Wohlthun mit religiösem Sinne zu genügen. Hier fand Sir Moses schon früh einen ergiebigen Boden zur Entfaltung seiner Menschenliebe^ namentlich in London, wo ynt der Zahl der Armen nicht bloß die Wohlthätigkeit in Israel gestiegen ist, sondern auch die Freude am Wohlthun eine Menge Vereine für dauernde Abhülfe des Nothstandes, welchen sich alle Begütertern gerne anschließen, hervorgerufen hat. Sir MoseS geht auch hierin Hand in Hand mit einer Gattin, welche das volle Ebenbild seines menschenfreundlichen Sinnes darstellt» Mit Sprößlingen ist ihre Ehe nicht gesegnet,*) desto wirksamer widmen beide ihre liebende Aufmerksamkeit der leidenden Menschheit. Unterschiede in der Nebung der Mildthätigkeit kennen sie nicht, nur daß der traurige Zufland der jüdischen Gemeinden sie häufiger in Anspruch nimmt, und sie besonders in Syrien und Palästina den Bedrückten und Verlassenen mehr als gewöhnliche Spenden zugeführt haben» Wir können nicht umhin hier auf eine Anmerkung des durch Reiseberichte rühmlich bekannten Dr. Löwe, unsers sehr geehrten Freundes, in seinem eben erschienenen Werke: Lkes vammim, tranklateä from the Hebrew, zu verweisen, worin es heißt: ,,Wahrscheinlich haben nur Wenige von einer andern Reise deS Sir Moses Kunde, als von der letzten, welche allerdigS ihm den Beifall aller Gebildeten jeder Nation erworben hat; selbst viele Israeliten sind mit seinen frühern Leistungen in jener Gegend unbekannt; darum hält eS der Verfasser für seine Pflicht, zu erwähnen, daß zwei Zahre vor dem traurigen Ereigniß zu Damast Sir MoseS und seine Gemahlin, so wie in der jüngsten Mission von dem Verfasser begleitet, das heilige Land und dessen benachbarte Länder lediglich zu dem Zwecke besuchten, um die Mittel, mit denen Gott sie gesegnet hat, zum Besten ihrer Mitmenschen dort, ohne Rücksicht auf Abkunft oderReligion, zu verwenden. Wo in jenen Gegenden Armuth ist, da hat sie einen herzerschütternden Charakter und ist häufig mit zerstörender Krankheit verbunden. Aber wo Krankheit und Mangel sich zeigten, dahin lenkten Sir MoseS und seine Gemahlin ihre Schritte, und der Leidende, wer er auch sein mochte, erfreute sich ihrer Güte." *) Eine Schwester des Sir Moses Montefiore ist die Gemahlin des Herrn Benjamin Cohen, Bruder der Lady Judith Montefiore, welcher eines der ersten israelitischen Häuser in London bildet. 6

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