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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1842-01-01 · 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842) · p. Seite 36

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
Date
1842-01-01
Page
Seite 36 (sequence 93)
Language
German
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36 Rückblick auf aber seinerseits versichere er, wenn sie das Recht, in diesem Hause zu sitzen, reklamiren würden, werde er sie sicherlich unterstützen. (Lauter Beifall von den Bänken der Ministeriellen.) Er stehe nicht an zu sagen, daß die einzige Bedingung, welche er. für nothwendig halte zur Ausübung der bürgerlichen Macht, sei, daß die Person die bürgerliche Befähigung besitze. (Beifall.) Allerdings wahre er selbst vor der Meinung, daß die Juden zu Aemtern, die mit der Kirche in Verbindung ständen, zuzulassen seien, aber in Beziehung auf alle anderen bürgerlichen Aemter, welche zu erlangen in der Macht eines brittischen Unterthanen stehen, würde er bereit sein, die Bill zu unterstützen, und jede andere Maßregel, die auf dem Prinzip der bürgerlichen Freiheit beruht. (Lauter Beifall.) Die zweite Lesung wurde mit 137 Stimmen gegen 24 genehmigt. Gleicherweise wurde sie am 31. März durch 108 gegen 31 Stimmen zum dritten Male verlesen und angenommen. In der Hoffnung, daß die Bill auch durch das Oberhaus gehen würde, wurde in Portsmouth ein Jude zum Gemeinderath erwählt, und David Salomons in London aufgefordert, sich um eine vakante Aldermansstelle zu bewerben. Auch wurden Petitionen von den Mayors und Gemeinderäthm zu Liverpool, Faversham und Beverley zu Gunsten der Juden an das Oberhaus gesandt. Am 1. April wurde die Bill im Oberhause zum ersten Male ohne Bemerkung gelesen. Erst am 2. Juni fand die zweite Lesung durch 49 gegen 47 Stimmen statt, nur der Erzbischof von Canterbury sprach gegen die Bill, indem er sich dennoch von altem Judenhasse freisprach. Endlich am 11. Juni wurde die Bill durch 98 gegen64 Stimmen verworfen. Die Bischöfe erklärten sich aus dem Grunde gegen die Bill, weil die Juden dem Stifter der christlichen Religion den Glauben versagen, die weltlichen Tory-Lords, weil sie in der Bill den ersten Schritt zur Zulassung der Juden in's Parlament sehen wollen. Aus diesem Berichte geht wohl überklar hervor, daß das englische Volk in ungeheurer Majorität den Juden durchaus günstig gesinnt ist. Auch die Königin erweist dies öfter, so ernannte sie 1841 z. V. Isaak Lion Goldsmid zum Baronet. Als

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