Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 80)
- Language
- German
- Belongs to
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das Jahr 1841. 23 und die von ihnen abzulenken, durch Unterricht, moralische Bildung und Erziehung, unsrerseits kein Schritt geschehen ist, wenn nicht im Gegentheil. Dennoch aber lieget in der Judenheit Algier's eine große Zukunft verborgen, und es sei uns gestattet, bevor wir von ihr scheiden, Worte des französischen Staatsraths Barne Baude als Komnüssarius der sranz. Regierung anzusiihren. „Durch ihre guten wie durch ihre schlechten Eigenschaften ist die israelitische Bevölkerung berufen, in Afrika eine bedeutende Rolle zu spielen. Mächtig durch ihre Zahl, ist sie es noch mehr durch ihre Intelligenz, durch ihre Einigkeit, durch ihre Verbindungen. Von der einen Seite verschaffen ihre Sprachkenntniß, die alten Gewohnheiten, die Geringachtung selbst, der sie sich unterworfen, den Juden einen leichten Zutritt bei den Muselmännern, der uns noch lange fehlen wird. Von der andern Seite verstehen sie alle unsere Verlegenheiten zu begreifen, ihre Biegsamkeit schmiegt sich alt' unseren Ansichten an, sie sind die fast unvermeidlichen Unterhändler bei den Verbindungen zwischen Europäern und Eingebornen, sie haben im Augenblicke des Bedürfnisses alle Mittel nützlich zu sein, und wenn sie uns nicht zuvor kämen, müßten wir selbst sie aufsuchen. Sie waren die Agenten bei mehr als einer politischen Unterhandlung. Gegenwärtig aus dem Bereiche der Regierung verbannt, bemächrigen sie sich als Makler des Handels nach dem Innern. Ihre Kinder besuchen unsre Schulen, sprechen unsre Sprache, nehmen unsre Kleidung an; ohne ihren Kastengeist zu verlieren, werden sie die Gehülsen der Advokaten und der Notare, und im Dienste der Administration verwandt. Sie sind bereits in unsere Gesetzgebung eingeweiht, die Eingebornen haben keine anderen konsultirenden Advokaten. Das Eindringen Jsrael's in die Angelegenheiten Afrika's ist also unvermeidlich, und weil man dieses Eindringen zu bekämpfen seine Zeit verlieren würde, muß man es zu reguliren wissen, die Anwendung einer so reellen Macht zum Nutzen des Landes zu wenden, dem geheimnißvollen Stolze dieses Geschlechtes eine nützliche Richtung zu geben, in einem Worte, sie ein Vaterland annehmen zu lassen, verstehen. Der