Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 297 (sequence 332)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2609281-3183021--6998-3184021- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 297 — reichliche Theilnahme. Wir erlangten hiedurch die Mittel, bereits an 782 Militärs, darunter 30 Soldatenfrauen, Unterstützung leisten zu können. - ' Allein mit dieser materiellen Unterstützung Einzelner erschien dem HilfScornitö feine Aufgabe nur theilweife erfüllt. Seit der Negierung des glorreichen Ahn Ew. Majestät des Kaisers Josef, befinden sich auch die Israeliten Oesterreichs in den Leihen der Armee. Verhältnisse haben es mitgebracht, daß für die, in den zahlreichen Kriegen feit dem vorigen Jahrhundert auf dem Felde der Ehre gebliebenen Soldaten israelitischer Religion kaum Ln vereinzelten Fällen eine Erinnerung ftattfand. Das Hilfscomitö beschloß, nachdem demselben die Verlustlisten des letzten Krieges mitgetheilt wurden, eine G ed äch t niß fei er zu veranstalten. Auf unsere motivirte Darstellung wurde vom höhen Kriegsministerium die militärische Assistenz angeordnet. , Zum ersten Male wird nun in unserem Tempel eine derartige Feier abgehalten. Es wird ein Trost sein, an dieser geweihten Stätte für diejenigen beten zu hören und diejenigen geehrt zu sehen, di< mit ihrem Blut und Leben für den Kaiser, das Vaterland und die Mitbürger einstanden; es wird ein neuer Sporn sein für die Hingebung und Opferbereitwilligkeit unserer Glaubensgenossen. Wir wagen es nicht zu hoffen, die Anwesenheit unseres altergnädigsten Kaisers und Herrn bei dieser Feier bejubeln zu können; wir glauben jedoch in tiefster Ehrfurcht die Bitte wagen zu dürfen, daß Euer Majestät huldvoll die Veranstaltung dieser Feier zur Kenntniß zu nehmen geruhen. Das Hilfscomite würde in dieser kaiserlichen Huld die allerhöchste Anerkennung seiner Tendenz und die kräftigste Stütze für die Fortsetzung seiner Wirksamkeit zum Besten der Soldaten israelitischer Religion und ihrer Angehörigen erblicken. Genehmigen Ew. Majestät das Programm für diese Seelenfeier, und die Liste der gefallenen Soldaten überreichen zu dürfen." Hierauf geruheten Se. Majestät huldreichst zu erwidern : „Ich anerkenne den patriotischen Eifer und das wohlthätige Wirken dieses