Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 312)
- Language
- German
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277 und dennoch die Gesammtheit sich zu keinem erheblichen Resultate aufschwingt. Ein Rekonvaleszent, sagte unser Rabbi, fragte seinen Arzt, ob er ihm wohl erlauben würde, weiche Eier zu genießen. Gewiß, erwidert der Arzt, diese Speise ist nahrhaft, leicht verdaulich, und kann Ihnen zuträglich sein. Darfich, fragt der Patient weiter, auch ein Stückchen Semmel, vielleicht mit etwas Butter dazu nehmen? Auch das. Dürfte ich, fährt der Patient fort, etwas gezuckerten Wein dazu trinken? Ohne weiteres. Fröhlich eilt der kaum Genesene zu seiner Frau: . „Lasse mir schnell einen tüchtigen Pfannenkuchen bereiten, der Arzt hält diese Speise für zuträglich." Das Weib gehorcht, der Mann aber ziehet sich eine Indigestion zu und wird bedenklich rezidiv. „Was haben Sie denn gegessen?" fragt der erschreckte Arzt, „Einen Pfannenkuchen." — „Herr! Wissen Sie nicht, daß in Ihrer Lage eine so schwerverdauliche Speise Gift für Sie ist?" „Aber Herr Doktor, Sie haben ja selbst alles gestattet; Eier, Butter, Wein, Zucker — und das sind ja die Ingredientien eines Pfannenkuchens!" — „Ja, das haben Sie mißverstanden," erwidert der Arzt, „denn jede einzelne dieser Speisen ist unschädlich, ja sogar zuträglich, kommen sie aber zusammen, so wird eine „Kränke" daraus." „Wenn deine Schrift dem Kenner nicht gefällt, so ist es schon ein böses Zeichen, wenn sie gar des Narren Lob erhält, so ist es Zeit, sie auszustreichen," sagt Gellert- Ein Witzkopf im Ghetto drückte denselben Gedanken so auS: Ein krummer Nagel gehet in ein krummes Loch gerade hinein. Was soll das Beten? fragt ein Schön-