Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 310)
- Language
- German
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Geld. Jonathan war gar nicht in Verlegenheit, kommt nach einiger Zeit und stellt den leeren Krug auf den Tisch. Der Lehrer fragt: Wo ist Bier? Darauf parodirt Jonathan: Ist es eine Kunst Bier, zu trinken ans einem Kruge worin Bier ist; die Kunst ist Mer zu trinken aus einem Kruge, in welchem kein Bier ist. — In einer Bierstube zu Prag war der Sammelplatz einiger Czechen, die durch Rischuth (Feindseligkeit gegen Juden, im Jargone Risch-ös) sich bemerklich machten. Auf dem Hausschilde stand zu lesen: „Hier bekommt man bairisches Bier." Ganz richtig sagte ein Bonmotist, hier bekommt man „bei Rischöß" — Bier. Die RHgions« weiser in Prag erhielten kein fixes Honorar und, mußten ' von den Sporteln leben. Rabbi Samuel Landau antwortete dem Kaiser Franz, der ihn nach seinem fixen Einkommen fragte: Majestät ich lebe wie ein Postillon blos von den Trinkgeldern, und ich hoffe die Gemeinde fahrt wohl dabei. Derselbe besuchte einst seinen Bruder Israel, der krank darnieder lag, und sah ihn theilnehmend und besorgt an. .Da drehet sich der Kranke im komischen Zorne um: „Mir scheint, du nimmst mir schon das Maß auf eine Leichenrede." Ein bekannter fahrender Prediger kommt zu Eschkeles in Wien betteln. Dieser reicht ihm eine große Geldspende und fragt scherzend: „Rabbi, meint Ihr nicht, daß ich im Jenseits von dem großen Fische Lewjathan, der den Frommen in Israel aufbewahrt ist, mitessen werde?" — „Behüte," antwortete der Magid. — „Und Ihr?" „Ich werde essen." „Wie könnt Ihr das behaupten?" Darauf erwiderte der Magid: „Denkt