Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 309)
- Language
- German
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— 274 - . ja auch Schöndel heißen, da du häßlich bist. Es ist demnach bewiesen, daß du noch immer mehr böse als häßlich bist. Jetzt sieh einmal in den Spiegel, in wie hohem Grade du häßlich bist, und stelle dir um's Himmels willen vor, Wie bös du sein magst. Derselbe Gatte unternimmt mit seinem Weibe eine Reise, vom schönsten Wetter begünstiget. Die Frau beginnt: Nach dem Volksspruche regnet es ja, wenn die Chassidim (Homonym Chassida, ist der Storch, Chassid ein frommer Mann) reisen. Du bist ein sauberer Chassid. — Da sieh' wie schön das Wetter ist. „Weißt du," erwidert der Gatte, „warum es regnet, wenn ein Chassid wandert? Gott schickt über ihn das kleine Ungemach, damit er nicht durch das Glück, von seiner Frau losgekommen zu sein, übermüthig werde. Reist aber der Chassid mit seiner Frau, dann ist keine Gefahr, daß er übermüthig werde, und das Unwetter wäre überflüssig." R. Samuel Landau als junger Mann von einer Reise zurückkommend, erzählt einem Gelehrten (dem Verfasser des Or Chadasch) eine scharfsinnige und äußerst seine Bemerkung über irgend ein talmudisches Thema nach. Schmuel, sagt sein gelehrter Vater darauf, das ist eine Arroganz von Dir, daß Du an so etwas Herrlichem nicht ein Plagiat begangen und Dir die Autorschaft zugeschrieben hast. Denn für wie gelungen mußt Du deine eigenen Geistesprodukte halten?! Ex ungue leonem. Rabbi Jonathan Eybschütz ward als Knabe von seinem Lehrer um Bier geschickt. Er nimmt den Krug und bittet um Geld. Der Lehrer sagt scherzend: Ist es eine Kunst Bier für Geld zu bringen; eine Kunst ist, Bier zu bringen ohne