Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 242 (sequence 277)
- Language
- German
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242 einiger Knöpfe willen anfertigen. Ueberdieß erforderte das epigrammatische Element der Calambourg's und Equivoques eine knappe Darstellung und die Wortkargheit des LapidarstyleS. Manches wirkt eben nur durch seine lakonische Kürze und die straffe Haltung des Satzbaues. — Ich glaubte daher jedenfalls gut daran zu thun, die Wortspiele, welche keine tiefere Bedeutung haben, und eben nur im Jargone das Recht auf ihre Existenz zu begründen vermögen, in eine eigene Kategorie zu verweisen, sie nackt zu belassen und ihnen bloß kurze lexikalische Uebersetzungsparenthesen beizusetzen. Wo es die Mühe lohnte, gab ich etwas ausführlichere Erläuterungen. Aus dem mir vorliegenden Manuskripte des oben bezeichnten deutschen Schriftstellers, der die Initiative zu dieser Sammlung ergriff, konnte ich fast gar keine Aufzeichnung, ohne daran derartige stylistische Purifikationen vorzunehmen, verwenden. Nur zum Schluffe finden sich einige interessante biographische Notizen, die ich hiemit wortgetreu reproduzire. Rabbi Sarach Eidlitz. Eine höchst merkwürdige Persönlichkeit seiner Zeit war in der Gemeinde Rabbi Sarach Eidlitz. Er war ein ganz armer Knabe, dessen Bater im Jahre 1705 in Prag an der Pest starb. Er kam in das Prager Bet-Hamidrasch, damals ein phisisch und moralisch höchst klägliches, mit dürftigen Mittel versehenes Waisenhaus. Der Lehrer in der Gemara konnte dem talentvollen Knaben, der seinen