Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 227)
- Language
- German
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192 rasch Mosche heraus. Die Juden scheinen damals in Mähren keinen besonders drückenden Gesetzen unterlegen zu sein. „Im Jahre 1615, sagt Eder, wurde der Stand der Juden in Pohrlitz untersucht und befunden, daß sie nach der Tradition und nach einer alten Schrift in ihrer Synagoge sich schon seit sehr langer Zeit in Pohrlitz befinden und die ganze jüdische Ansässigkeit nur drei Stämmen, dem Stamme Israel, Aron und Lewy angehöre (!). Sie befassen damals untermengt unter den Christen Häuser, „die Juden befassen sogar Grundstücke." Im Jahre 1623 hat ein Herr Bohuslaw von Hradisch einem Juden, Namens Jakob Prenze, um 1000 Thaler einen Edelsitz sammt allen Freiheiten nach dem Freibrief, 3 Vierteln Weingarten im Pohrlitzer Gebirge und 1 Viertel im Frenspitzer Gebirge sammt allem Zubehör verkauft. Dieser Freihof war an der Ecke der Judengasse und wurde von dem Juden Jakob Prenze im Jahre 1625 an den Paul Austerlitzer käuflich überlassen. Der Nachfolger Jehuda Eulenburg's im Landesrabbinate ist nicht bekannt. Vom November 1625 bis März 1626 war der berühmte Lipman Heller Wallerstein in Nikolsburg. Bis zum Jahre 1637 war R. Petacha, der Verfasser einer Epistel über die Gottesnamen, Rabbiner in Nikolsburg', wo er am 7. Pesachtage dieses Jahres starb. Von seinem Nachfolger Abraham Aberl (st. 21. Siwan 1647) ist gar nichts bekannt, als daß er ein Sohn R. Mordechai Jafeh's war. Damals waren die Juden schon fast über ganz Mähren verbreitet und in der erneuten Landesordnung Ferdinand's II. für das Markgrafthum