Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 183 (sequence 218)
- Language
- German
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— 183 - - Jaden dieser Länder im 11. und 12. Jahrhunderte noch nicht entwickelt gewesen zü sein, weshalb auch keine selbstständige Geistesthatigkeit stattfand. „In Pdlen, Rußland und Ungarn, sagt Elieser aus Böhmen (1170), giebt es wegen der armseligen und beschränkten Verhältnisse keine eigentlichen Gesetzeslehrer, sondern irgend ein Sachverständiger, der sich gerade findet, dient als Vörbeter. Religionsweiser und Kinderlehrer." Es ist auch zweifelhaft, ob wirklich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts schon Juden aus Polen und Rußland als jüdische Schriftkundige bezeichnet werden. Auf einer höher« Stufe stäUden damals schon die Juden in Böhmen. In Prag Mächten sie durch ihren Reichthum sich schon An Jahre 1092 bemerkbar; die Zahl der Inden , die die Kreuzfahrer M Jahre 1096 in Böhmen M Taufe DaNW> bezeichnet ein Chronist als unberechenbar und als sie nach Mer Rückkehr zu dem Bäterglauben im Jahre 1098 Nach Polen und Ungarn auszüwandern gedachM Und BrätzisläUs deshalb den Auftrag gab, sie frühst 6M Scheitel M zur Sohle auszuplündern und ihre Gütet für frei zü erklären, da stoß ein unermeßliches Vermögen A ststM Schatz. Die Juden in Böhmen standen auch schön äits einer höheren Kulturstufe; sie stellten schon zu den Tö'sM fisten ihr Kontingent und ihre Jugend besuchte dil KM scheu Hochschule» in Speier, Wöi'M Und Regensbürg. Das Vörkömmen von Juden in diesen LandetU läßt darauf schliessen, daß sie auch in Mähren schöü Wohüsitze hatten, aber die Geschichte der Mhtkfchen Juden ist so dunkel und dürftig, daß direkte AuffMüssö fast gär