Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 145)
- Language
- German
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- 110 - Walt leid' ich wieder nicht, und Ihr habt Euch in ihre Haare eben so wenig hineinzumischen, wie ich. Wie heißt, ich Hab mich nicht hineinzumischen? Stat, nur stat, laßt mich nur ausreden. Da werden wir Rosel Herüberrufen! Ihr könnt alle Mittel in Guten anwenden, Ihr könnt ihr zureden in Guten so viel ihr wollt. Thut sie's euch zu Gefallen, gut, wenn aber nicht, gebt Euch zufrieden und lasst sie gehn. Seid Ihr aber da damit nicht einverstanden, so wird mein Rosel zu Guten wieder mit mir heim fahren. Ich nehm sie mit, und wo sie bis jetzt nicht zuviel gewesen ist, da wird sie weiter auch nicht zu viel sein. Warum habt ihr das nicht vor der „Chuppa" gesagt? Warum? das will ich Euch sagen. Weil ich gemeint habe, wenn die Hochzeit einmal in Guten wird vorüber sein, werdet Ihr Verstand annehmen und Einsicht gewinnen und werdet ein Wort mit Euch reden lassen. Nun wiederhol' ich es noch einmal und besonders dir Iossef sag ich es, du bist mein Eidam bis hundert Jahr, und Rosel ist dein Weib. Ihr zwei habt Euch gern und Ihr zwei werdet Euch unter einander schon verständigen. Wie führ, als ich höre, daß meine Tochter wegen der eigenen Haar irgend eine Gewalt erfahren hat, komm ich herüber und führ mir sie heim. Das sag ich und man kennt mich dafür, daß ich Manns genug bin, das zu halten, was ich versprach. Diese energische Redeweise war geeignet die erzürnte Schwiegermutter ein wenig einzuschüchtern; namentlich aber übte sie auf Iossef die Wirkung, daß er Alles zu ver-