Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 143)
- Language
- German
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108 aufhängen etwas einen Friedrich Schiller. In einem guten' jüdischen Haus hängt man sich auf einen „Mifrach" und wann man sich in einem guten und ehrlich-jüdischen Haus ja schon will einen anfhängen, so muß man sich aufhängen einen „Landrow," den Rabbi Markus Benedikt, das Andenken des Frommen .sei zum Segen, oder den Rabbi Nachum Trebitsch, hundert Jahr soll er leben! Das sind seine Leut , die in ein jüdisch Haus hinein passen. Wie paßt der Friedrich Schiller in ein jüdisch Haus hinein? Ist er denn etwas ein frommer Mann gewesen? „Machtenis!" — sagte Reb Ioichene Freiburger. — Ihr könnt Euch über das Bild beruhigen. Dieser Schiller ist ein sehr frommer Mann gewesen, er ist einer von den Weisen der Völker der Welt und man darf ihn eben so gut aufhüngen wie den Rabbi Markus Benedikt und den Rabbi Nachum Trebitsch. „Lehawdill" (zum Unterschiede — sprach Kreßel rasch dazwischen. Reb Ioichene aber fuhr fort: Und die Sünd', welche nach Eurer Meinung meine Tochter damit begeht, daß sie das Bild in ihrem Zimmer aufgehängt hat, die nehme ich über mich. Ihr nehmt die Sünd' über Euch „Mechuthen!" — sagte die Frau ironisch lächelnd. — Nehmt mirs nicht für ungut, ich würd Euch eine Narreschkeit sagen, Ihr dürft Euch aber da darüber nicht beleidigen. Mir scheint von Euretwegen braucht sich Rosel da hier auch kein