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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1868-01-01 · Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868) · p. Seite 32

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 32 (sequence 67)
Language
German
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32 wacht und behütet, nicht auch seinen Zins und Wucher nehme? Zu einem solchen Wucherer aber spricht Gott, der Heilige: Siehe, wie viel ich dir geliehen habe, ohne Wucher, wie viel dir meine Erde geliehen hat, gleichfalls ohne Wucher. Willst du, o Mensch, dieses Naturgesetz nich anerkennen; so werde auch ich mir das Kapital, den Geist und die Erde ihr Theil, den Staub und die Asche nehmen. (Koheleth 12, 7.) Darum sagt auchCzech.: „Der Wucherer verdient nicht, daß er lebe" (Ezech. 18). — Höret noch ein Gleichniß. Es war einmal ein König, der seine reichen Schätze einem Andern aufthat und ihn damit walten ließ. Dieser aber mißbrauchte die Schätze; die Armen zu kränken, Witwen zu tödten. Dürftige zu beschämen und zum Mittel allerlei Gewaltthätigkeit und Unrecht zu gebrauchen und so aus dem ehrlich und redlich erworbenen Schatz, an dem kein Makel und Fehl gewesen war, einen Schatz des Truges und. des Unrechts zu machen. So hat der Heilige seine Schätze den Reichen geöffnet; denn ihm gehört ja alles Silber und alles Gold. (Chagai 2, 8.) Da kommt der Eine und treibt damit allerlei Wucher, spottet die Armen, die von ihm begehren, lästert den Schöpfer, der Vater der Armen ist, quält -und schlägt seine Schuldner, entreißt ihnen Pfänder und verschlingt sie und macht so aus einem Schatze der Güte und Milde, einen Schatz des Unrechts und der Lüge, den der Herr nicht nur fordern, sondern auch an dem Verwalter, für den Mißbrauch ahnden wird. Darum sagt auch Salomon: „Entreiß dem Dürftigen nicht das ihm Gebührende, drücke nicht den Armen im Gerichte, denn Gott der Herr wird ihr Anwalt

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