Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 63)
- Language
- German
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28 in Jerusalem Leute, die auf Wucher liehen und damit ihren Reichthum beschmutzten. Darum ruft ihnen der Prophet zu: „Armseliges und verächtliches Silber nennt man sie, weil sie den Ewigen verwarfen." (Jerem. 6, 30.) Dadurch entwertheten sie ihr Silber, das zu eitel Schlacken ward (Jes. 1, 22>); darum mußten sie später ihr Silber und Gold auf die Straßen werfen (Ezech. 7,19.), weil sie das Gebot Gottes: „Gieb dein Silber nicht auf Wucher aus," übertraten. , Denn nicht im Reichthum an und für sich liegt der Segen; sondern in der Art und Weise der Verwendung desselben und in seiner Vermälung mit Herzensgüte. So betete auch Salomon bei der Einweihung des Tempels: Nur nachdem du, o Gott, die Herzen der Menschen kennst, gib und gewähre ihnen den Reichthum (2. Ehr. 6,30.) Ach, wie Vielen ist ihr Glücksspiel auf Erden nur der Lohn für die wenigen guten Handlungen, die sie geübet, während sie in jenem Leben dagegen ihren Jrrthum einsehen, beklagen und sprechen werden: O wären wir doch lieber Taglöhner gewesen und hätten unsere schwere Bürde getragen! Die Armen dagegen sind das Volk und die Kinder Gottes, wie Jesaja sagt: „Gott wird trösten sein Volk und sich seiner Armen erbarmen." (Jes. 49, 13.) Denn der Heilige, gepriesen sei sein Name, gleicht nicht den Menschen, die arme Anverwandte verläugnen und nicht kennen wollen (Spr. 19, 7.), sondern er umschwebt und beschirmt die Armen, die bei ihm Zuflucht finden. (Jes. 14, 32.)