Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 60)
- Language
- German
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25 seinem Besitzer zu seinem Unheil. Und dieser Reichthum geht verloren durch ein unglückliches Treiben, und er hat einen Sohn gezeugt, und er hat nicht das Geringste in seiner Hand." (Koheleth 5, 12—13.) Der Heilige, gepriesen sei sein Name, prüft Alle , die Reichen wie die Armen. Jene prüft er, indem er ihnen großen Segen gibt, um zu sehen, ob sie ihre Hand den Armen aufthun würden. Thun sie dieß, so genießen sie ihre Schätze und die Wohlthätigkeit, die sie geübt, bleibt ihnen als Kapital für die Ewigkeit. Denn es steht geschrieben: „Deine Wohlthätigkeit wird dereinst vor dir einhergehen, wenn dich die Ehre Gottes zu den Vätern einsammeln wird." (Jes. 58, 8.) Ferner: „Heil dem, der des Armen bedacht ist; am Tage des Unglücks wird ihn Gott erretten." (Ps. 51, 2.) Die Armen prüft Gott, ob sie nicht, wegen ihrer Armuth, gegen Gott murren und Worte der Verzweiflung ausstoßen würden. Ergeben sie sich in die Fügung Gottes, so wartet ihrer der Lohn in diesem und jenem Leben. Denn es steht geschrieben: „Das arme Volk erlösest du, o Gott." (Ps. 18, 28.) So ist Jjob schwer geprüft und heimgesucht worden; aber nachher hat ihm Gott seine Standhaftigkeit und Frömmigkeit in reichem Maße vergolten. (Jjob 42, 10.) Der Reiche dagegen, der mißgünstig und bösen Auges ist, geht sammt seinem Reichthume zu Grunde. Denn nicht Jeder, der heute reich ist, bleibt es auch morgen, und nicht Jeder, der heute arm ist, ist es auch morgen. „Denn der Allmächtige ist Richter und kann jenen erniedrigen und diesen erheben." (Ps. 75,8.) So gibt es Reichthum, der seinem Besitzer Heil und