Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 59)
- Language
- German
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24 daß ein Mensch sich ungestraft Cäsar oder AugustuS nenne? Verfiele er nicht ungesäumt dem Tode, so er sich unterfinge, den Titel eines Königs zu führen? Gleichwohl hat der Heilige, gepriesen» sei sein Name, seinen Diener MoseS Gott genannt und zu ihm gesprochen: „Siehe ich habe dich zum Gott über Pharao gesetzt." Mit Recht sagt daher König David: „Wer ist der König, der Ehre ertheilt? Der Herr der Heerschaaren ist es, der seinen Frommen und Verehrern alle Zeichen seiner Macht und seines Herrscherthums überträgt und zutheilt. (M. Tamsuma zu 2. B. Ai. 7, 1.) IV. Text: „Wenn du Geld leihen wirst einem aus meinem Volke, dem Armen bei dir, sei ihm nicht wie, ein Schuldherr, leget ihm nicht Zinsen auf. Wenn du pfändest das Kleid deines Nächsten, ehe die Sonne untergegangen, gieb es ihm zurück. Denn dieß ist seine einzige Bekleidung, dieß seine Hülle für seinen Leib; worauf sollte er schlafen? Und es wird geschehen, wenn er zu mir schreiet, so werde ich ihn hören, denn ich bin erbarmungsvoll." (2. B. M. 22, 24—26.) Den möglichen Wechsel aller menschlichen Verhältnisse, und wie Gott, selbst den gesichert gehaltenen Reichthum, als Mittel zur Strafe gebrauchen kann, sollte der Reiche bedenken und darum sein Herz dem Mitleid öffnen. Denn so sagt auch Koheleth: „Siehe, es gibt ein Uebel, ich sah es unter der Sonne: Reichthum, behütet von