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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1867-01-01 · Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867) · p. Seite 168

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 168 (sequence 272)
Language
German
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IRI
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168 gegen die Worte, die meine Lippen unwillkürlich sprachen, ulein Herz empörte sich dagegen, daß ich fromme Christen, denen nie in den Sinn kam, die Inden zu verfolgen, zum Menschenhasse verleitete, mein Herz blutete, daß ich zum Morde meiner eigenen Brüder aufstachelte. Aber ich war in Bann und Zauber, und der Dämon, der mich gefangen hielt, steckte mich absichtlich in das Gewand eines christlichen Priesters, um Judenthum und Christenthum zu gleicher Zeit zu verhöhnen. Bescht beschwor den Dämon, erlösete mich vom Zauber, und verhieß mir Sündenvergebung, wenn es mir gelingt, dereinst meine eigene Geschichte aus dem Munde eines Fremden zu vernehmen. Darum dank Dir, Jainkiw, daß Du mich erlöset hast. Nun zweifelte Niemand mehr an der Wahrheit jener Erzählung und an Jainkiw's Treue, und wer bieg noch immer nicht glauben will, der nehme das-Buch Ad ath Zaddikim zur Hand und er wird das schwarz ans weiß gedruckt dort lesen können. Daß Bescht auch die Zukunft vorher wußte, bedarf keiner ausdrücklichen Erwähnung, indessen mag zum bessern -Verständnisse noch Folgendes, erzählt sein. Der Wundermaun ward einst von einem reichen Anhänger in Südrußland sehr gastfreundlich ausgenommen und bewirthet. Bescht, um sich ihm dankbar zu zeigen, gab ihm einen Brief, der die Adresse trug: An die neugewühlten Vorsteher der Brodyer Judengemeinde die Herren A. B. und C. D. „Wenn Ihr," sprach Bescht zu seinem Wirth, „gelegentlich einmal nach Brody kommet, thuet mir den Gefallen den Brief zu bestellen." Der reiche Kaufherr versprach dieß zu vollziehen. Bescht reiste ab, der freundliche Wirth will ihn begleiten, gehet au den Schrank, Um sich ein Oberkleid zn holen, da gleitet ihm Beschiss Brief an die Vorsteher in

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