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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1867-01-01 · Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867) · p. Seite 155

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 155 (sequence 259)
Language
German
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IRI
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155 waren Tisch und Stiefel vor ihrer Anfertigung? Ihr werdet sagen: Holz und Leder. Dem ist aber nicht so, denn das Holz ist an sich noch gar nicht Tisch, das Leder nicht Stiefel. Aber sie waren zuerst Pläne, Gedanken in des Schusters und Schreiners Geiste. Als nun des Handwerkers Plan sich immer mehr verdickte und in die Außenwelt hinaustrat, da ward Tisch oder Stiefel daraus. Nun dieser Stein, dieser Baum, dieser Vogel ist nur eine Verdickung der Gottheit, und kann gar Leicht wieder durch allerlei chemische und mechanische Veränderungen, durch verschiedene Einflüsse, wie Metall von der Glühhitze zur Verdünnung und Verdunstung gebracht werden, und setzt sich diese Verdünnung fort, so wird zuletzt wieder nur Plan, Idee, Gedanke, Bestandtheil der Gottheit daraus. Natürlich ergeben sich aus dieser Betrachtung zwei folgewichtige Sätze. Zuerst, ist Alles was uns umgibt ein Geist, und der verdickte Zustand, in welchem er sich befindet, darf uns nicht hindern ihn zu erkennen. Was dieser Geist hier thuet, ist ganz klar. Er sehnt sich darnach verdünnt zu werden und in Gott wieder einzukehren, im Wege der Andacht und des Gebetes. Der Vogel zwitschert Psalmen und der Stein betet, indem er sich kristallisirt, die Quelle hält ihre Andacht plätschernd, und der Fels durch seine Unverrückbarkeit. Es folgt aber zweitens daraus, daß mein leibliches Leben durchaus nicht so ganz gleichgiltig vom Standpunkte der Religion aus sein kann. Auch ich strebe zur Gottheit hinan, auch ich wünsche die Verdünnung meines Leibes zu seiner Idee. Nehme ich in demselben Stoffe auf, welche sich erst spät vergeistigen, so verzögere ich meine Gottwerdung, abgesehen davon, daß auch böse Dämone sich zu verdicken vermögen, und ich in dieser Speise, in jenem Tranke mich zu einem Stücke Höllenfürsten ernähre. Welche sind aber die Mittel

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