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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1867-01-01 · Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867) · p. Seite 119

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 119 (sequence 223)
Language
German
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119 — Räuberbande gerieth, die ihn als Sklaven nach einem Orte verkaufte, wo Jud und Rabbi kaum dem Namen nach gekannt waren. Doch verstand es der Beschtvater sich die Gunst seines Herrn zu erringen, so daß dieser ihm dieBitte gewährte, an Sabbat und Feiertagen nicht arbeiten zu dürfen. Nach einigen Jahren wollte Elieser sein Heil in der Flucht versuchen, da ward ihm die himmlische Offenbarung, daß er das Heil der Welt nur in diesem Orte zu Wege bringen könne. Seine Frau, die der Bescht später mit der schönen Mission betrauete, sich von ihr gebären zu lassen, war aber glücklich entkommen und fristete ihre Existenz einstweilen als Wehemutter. Große Männer, wie Bescht und Sokrates, sind in menschlicher Sprache zu reden, Söhne von Hebeammen, und nach dem Talmud war Jochebed, die -Mutter Moses keine andere als die Hebeamme Schifra. Aber Sokrates Vater war Bildhauer und Beschiss Erdenvater Kriegsplans - Fabrikant, womit es sich so verhielt : Bescht Vater ward nämlich von seinem Eigenthümer als Geschenk dem dortigen Staatminister überantwortet, der den guten Elieser indessen unablässigem Talmudstudium nicht weiter störte, als daß der Knecht jedesmal bei der Fußwaschung aufzuwarten hatte, so oft der Minister vom Hofe in sein Hotel wieder zurückkehrte. Einst bemerkte der heilige Kammerdiener, daß sein Herr äußerst bestürzt sei, und erhielt auf dringende Fragen die Auskunft, der König zürne dem Staatsmanne, weil dieser für einen bevorstehenden Feldzug keinen plausiblen Kriegsplan zu Stande bringe. Elieser fastete eine „Hafsaka" *) versetzte dem Erzengel Gabriel noch einige Psalmen, und' fluggs ward im Traume der geeignete Kriegsplan ihm offenbart, der so fein ausge- *) Hafsaka fasten heißt zwei oder drei Tage nach einander fasten.

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