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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1867-01-01 · Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867) · p. Seite 100

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 100 (sequence 204)
Language
German
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IRI
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100 R. Schebach ein Denkmal zu setzen. Auch hat er ihm die Lickute gewidmet. Einen nicht gering ern Platz nahm in seinem Herzen seine Mutter ein, der er zu ihrem 81. Geburtstage „in. kindlicher Liebe und tiefer Verehrung" den Mebo widmete. Der armen erblindeten Greisin wurde zwar die Freude, den Ruhm, aber auch der Schmerz zu Theil, den Tod ihres vielgeliebten Sohnes zu erleben. Seine Pflichten als Schullehrer erfüllte Pinsker mit liebevoller Hingebung. War es doch hauptsächlich der Wunsch,, den kühnsten Forderungen, die sein Amt an ihn machen, durste, aufs würdigste zu entsprechen, wodurch er sich in der Wahl der von ihm mit so glänzendem Erfolge betriebenen Studien leiten ließ. Nicht als hätte es ihm an einerguten Grundlage in andern Fächern gefehlt. Denn abgesehen davon, daß er an. der Knabenschule außer dem hebräischen auch italienische Buchhaltung vortrug, so trug er, als einmal der mit Recht berühmte Direktor Basilius Stern jahrelang abwesend war, an dessen Stelle auch Geschichte und Physik vor. Ueberhaupt war ihm die Naturwissenschaft nicht ganz fremd. Und wie eng er gleichsam mit seinen sprachwissenschaftlichen Studien zusammengewachsen war, sieht man daraus, daß er, dessen Seele sonst keinen Raum hatte für Neid, sich des Neides nicht erwehren konnte, wenn er an die unberechenbaren Vortheile dachte, welche das Naturstudium der Menschheit gebracht und noch berufen ist zu bringen. Von seinen Schulkollegen, mit denen er stets im besten Einvernehmen lebte, wie überhaupt von der ganzen Gemeinde wurde unserem Pinsker die aufrichtigste Hochachtung gezollt. Aber diese Hochachtung galt dem Menschen. Denn daß er sich zu einem Gelehrten ersten Ranges herangebildet, davon.

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