Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 197)
- Language
- German
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Nohawendi und endlich die der eigentlichen Karäer. In der letztern Periode war der Bruch mit der talmudischen Tradition so weit gediehen, daß Missionäre ausgeschickt wurden, um in jüdischen Gemeinden das Volk zusammenzurufen und für die neue Lehre Proselyten zu werben. Von diesem Zusammenrufen (hebr. Kara) leitet Pinsker das Wort Karaiten her. Den Talmud über Bord werfend, hielten die Karäer streng am Wortlaute des Bibeltextes fest. Zwar machte sie das ängstliche Zurückgehen zum Schriftworte einerseits zu Buchstabenknechten, allein andererseits , fand die eifrige Beschäftigung mit der hebräischen Sprache hieran einen mächtigen Sporn. Und so sind sie es, welche in der wissenschaftlichen Restauration des jüdischen Mittelalters die ersten Grundsteine legen zum Ausbau der biblischen Orthographie, der Grammatik, der Lexikographie und der neuhebräischen Poesie. Mag im räbbanitischen Kreise Gaon Saadia immerhin als der Erste gelten, der eine hebräische Grammatik und ein Jggaron (Lexikon) schrieb, sowie Dunasch den Labrat als der Erste, der nach den Regeln der arabischen Prosodie dichte. Allein bereits vor diesen Rabbaniten gab es unter den Karäern, Grammatiker, Lexikographen und in arabischem Metrum dichtende! Poeten. Den Beweis hiefür bleiben die Lichnte-nicht schuldig. Sitz machen uns mit mehreren solcher Männer bekannt, deren jeder sich über sein Karäerthum und über die Zeit,, in welcher er blühete, unter Berufung auf namhafte Zeugen ausweist. Aus bedeutenden! karäischen Schriften werden Auszüge gegeben, so aus de.W, Jggaron des Radba und ein rocht langer aus dem. Divan des Moft Daran Die Bestimmung der ZM„ wann Letzterer gelebt, bot die größten Schwierigkeiten. Pinskers subjective Ansicht, die sich, auf gewichtige'