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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1867-01-01 · Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867) · p. Seite 89

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 89 (sequence 193)
Language
German
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IRI
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— 89 — Hause die Erziehung der Kinder anvertraut wurde; allein die Ungeduld trieb ihn nach Odessa zurück. Es fiel den beiden jungen Leuten nicht schwer, die damals tonangebenden' Persönlichkeiten, Hermann Herzenstein und Leon Landau, für ihren Plan zu gewinnen. Diese nahmen sich der Sache mit lobenswerthem Eifer an, und thaten im Vereine mit andern angesehenen Männern, sowohl bei der Gemeinde als bei der Regierung, die nöthigen Schritte, die auch zum erwünschten Ziele führten. Man kann sich Simchas Freude denken, als die Odessaer jüdische Knabenschule eröffnet wurde. Sollte diese Anstalt jüdischen Eltern Zutrauen einflößen , so mußte das Hebräische sich einer vorzüglichen Pflege erfreuen und durch einen tüchtigen Lehrer vertreten werden. Kam es aber auf Tüchtigkeit an, so konnte unser Simcha seinen Mann stehen, und so wurde er zum Oberlehrer der hebräischen Sprache ernannt. Ein Virtuose in der Handhabung des bibelrecht hebräischen Ausdrucks, befaßte er sich gerne mit Ausarbeitungen in gebundener Rede. Allein kaum auf den neuen Posten erhoben, entsagte er auf's entschiedenste dem dilettantischen Halbwissen, warf die jugendlichen poetischen Versuche in die Polterkammer ästhetischer Tändeleien und der Oberlehrer machte sich förmlich wieder zum Schüler. Gesenius und andere berühmte Meister studirte er genau durch und ging in die Schule der großen Exegeten, Grammatiker und Lexikographen des jüdischen Mittelalters. 1839 brachte Abraham Firkowitsch, ein karäischer Chacham, aus der Krim eine große Menge seltener oder unbekannter Handschriften nach Odessa, unter andern einen Codex der pwpüetae p08t6rior68, den er der Odessaer Gesellschaft für Geschichte und Alterthümer verehrte und der sowie

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