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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1867-01-01 · Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867) · p. Seite 82

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 82 (sequence 186)
Language
German
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— 82 — berufen und Stellen daraus angeführt, durch scharfsinnige Deutung Anspielungen auf Sabbatai in der heil. Schrift, gefunden, wiez. B. daß die Wörter zaddik bemunato jichjeh („der Fromme lebt in seinem Glauben") Hab. 2,4 nach ihm den Namen Zebi ergeben und so einen bedeutenden Anhang für Sabbatai gewonnen. Es würde den Raum dieser Skizze zu sehr übersteigen, wenn wir hier die durch den Ruf Sabbatai's in Europa hervorgerufenen Bewegungen ausführlich darstellen wollten; Sabbatai hatte nicht nur den Pöbel für sich, auch gelehrte Rabbiner und Schriftsteller standen auf seiner Seite. So zeichnete der Lexikograf Benjamin Mussasia, ein Hauptanhänger Sabbatai's, auf einer von dem Talmudvereine „die Krone der Thora" in Amsterdam unter dem 24. Ellul1666 abgefaßten Ergebenheitsadresse an Sabbatai sich zuerst; ja er ließ seine Studien, ergab sich ganz der Schwärmerei, und führte durch sein Beispiel einen großen Theil des Volkes, dem Sabbatäismus in die Arme. Doch legten sich auch in Europa, nachdem Sabbatai's und Natan's Namen verschollen waren, auch hier die Wellen; man sah die Täuschung bald ein. Natan zog von Venedig weiter in verschiedene Orte, aber mit dem Propagandamachen gelang es ihm nicht mehr. Er soll mit Sabbatai noch einmal zusammengekommen und dann in seiner Vaterstadt Gaza gestorben sein. Sabbatai selbst machte noch Versuche zur Aufwühlung des Sturmes, Er heiratete nach dem Tode seiner Frau die Tochter eines Juden- Namens Jos es Philosoph und ließ durchseinen Schwager Funken werfen. Am 8. Ab. 1667 war er in Konstantinopel und ging des Abends selbst vor die sefardische Synagoge, um die Leute vom Fasten abzurathen. Die Rabbiner klagten ihn

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