Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 152)
- Language
- German
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48 sich die Kabbala auch der Mefsiasfrage an und bei dem Selbstvertrauen, das der Kabbalist zn sich gewann und darin die Blindheit des Volkes ihn nährte, kannte es nicht ansbleiben, daß früher oder später ein Mann von hervorragenden Geistesanlagen, den die Bewunderung seiner Zeitgenossen erhebt, sich zum Messias ausrufen werde. Dieser Mann war Sabbatai Zebi, dessen Leben und Wirken in Folgendem umrißlich dargestellt werden soll. In Smyrna lebte ein schlichter Mann, nicht ohne Bildung, sonst aber an den öffentlichen Angelegenheiten wenig Theil nehmend, Namens Mord echai Zebi. Mordechai ernährte sich mit seiner Gattin Ester vom Gesiügelhandel, später war er Agent einiger levantinischer. Kaufleute, die nach Europa Geschäfte machen; so erwarb er sich ein ziemliches Vermögen und erfreute sich eines guten Rufes. Sie hatten eine Tochter, die angeblich den Namen Bakkol führte, wie die durch die mythische Agada bekannte Tochter des Patriarchen Abraham, und 3 Söhne Josef, Elia und Sabbatai. Nach einer etwas verdächtigen, Quelle solle er der älteste unter seinen Geschwistern gewesen und am 9. Ab des Jahres 1640 geboren worden sein, welches letztere aber den übereinstimmenden Zeugnissen anderer Berichterstatter widerspricht, und auchunwahrscheinlich ist; sein eigentliches Geburtsjahr ist 1636. An diesem seinem Geburtstage sollen, wie dieselbe Quelle erzählt, zu Sabbatai's Eltern drei Männer gekommen fein, der eine Samuel b. Naftali aus einem Orte in der Nähe von Kairo (geb. 1609), der bei einem Mohren die Kunst mit Mumienstücken Wundereuren zu vollziehen gelernt und im Alter von 9 Jahren schon alle seine Collegen im Lehrhause übertroffen haben soll, der zweite Abraham b. Petachja Jachini (geb. in Biret Konstantineh), der schon im 13. Jahre einen von vielen/ Kennt-