Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 108)
- Language
- German
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4 und angesehensten Stammhalter beraubt, zerfiel in unscheinbare Trümmer, und ihre Zustände wurden noch zerfahrener und trostloser, jene Stammhalter aber schlummern längst unter marmornen Denkmählern auf dem jüdischen Friedhofe, während ihre Kinder und Nachkommen von dem Fluche des jüdischen Namens befreit, in Glück und Ehren der höchsten Freuden und Genüsse dieses Lebens theilhaft sind. So du, mit deinem engen kurzsichtigen menschlichen Verstand: wie ganz anders aber fügte es jene wallende unsichtbare Macht, deren Vorsicht nicht die unserige ist, deren Wege nicht die unserigen sind. Sehen wir uns zuvörderst nach den Schicksalen der befreiten goldenen Jugend um, und forschen wir, ob sie nun wirklich von Glücksstufe zu > Glücks stufe stieg. Da war einmal der A. Er war zur dritten Stufe des persischen Adelsstandes erhoben, — wir würden sagen — er sei baronisirt worden. Name und Titel sollten sich auf zwei Enkelsöhne vererben; aber beide starben in der Blüthe des Mannesalters in den Banden des Irrsinns — und kinderlos. Dann war der E; auch er so zu sagen baronisirt; der vererbte auf den einzigen Sohn viele Millionen und einen großen Banquiersnamen; doch nicht zugleich den Scharfsinn und die Solidität, die einst ihm selbst, des armen Rabbiners Sohn, zu Ansehen und Reichthum verhotfen hatten.^ Stolzer gegen die Rosse an der von glänzenden und goldbetreßten Laquaien umstellten Equipage des jüngern Banquiers, und dichter drängten sich Kavaliere und Diplomaten in den fürstlichen Gesellschaftssälen des Neophiten, als sie es jemals in den Appartements des alten Juden gethan: aber der Geist der Weisheit und