Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 109)
- Language
- German
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Vorsicht, war einem unseligen Schwindelgeiste gewichen und als Jahre des Unglücks herankamen, da stürzte jählings die ganze Herrlichkeit zusammen: der weltberühmte Name ging im riesigen Bankerott unter, und mit ihm der gefeierte Glanz und Reichthum. Auch der H. hatte sich den Adel und ein großes Vermögen erworben. Ein blinder Greis hatte er im Geiste die glücklichsten Laufbahnen für Söhne und Enkel ersehen, die zeitig in das jenseitige Freilager gerettet worden waren. Hätte er lange gelebt, so würde ihm die Kunde geworden sein, wie das Glück, von Sohn und Enkel im Fluge erlangt sich alsbald ihnen auch wieder entwand. Unbemittelt starb der Sohn, nachdem der Glanz seines Hauses längst verblichen, in der Fremde lebt der Enkel in abhängiger dienstlicher Stellung. Ganz absonderlich ist die Geschichte des K. Er war einer der Ersten gewesen, die verzweifelnd an einer Besserung der jüdischen Zustände, mit Sack und. Pack in das andere Lager übergegangen waren. Und Sack und Pack waren ansehnlich bei ihm. Er war durch kluge Ausbeutung einer bisher unterschätzten Handelsbranche ein reicher Mann geworden, und dachte nun auch den seltenen Kindersegen, mit dem ihn der Himmel begnadigt — es waren ihm von 19 Kindern 14 am Leben geblieben — zu ihrem Heil und zu seinem Ruhme zu verwerthen. Leichtsinnig wie er aus irdischen Motiven den väterlichen Glauben verlassen, in welchem er so viel Familienglück gefunden, vertauschte er auch jene Industrie, welche ihn zum reichen Mann gemacht, mit einer weit gefährlichern, die dem Hazardspiel ähnlich, ihre Erfolge auf Combinationen begründet, welche von Vorgängen leicht durchkreuzt werden. Gleichwohl wurde das Glück, das sich so lange au die Fersem K.'s geheftet