Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite XXXIII (sequence 65)
- Language
- German
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XXXIII nicht viel von dem Segen verspüren lassen, woran freilich der Mangel an organisatorischen Talenten die meiste Schuld trägt. Die Zuzüge nach Residenzen und Gubernialsitzeu bereichern allerdings die Nrgemeinden um einige tausend Seelen, vermehren das Einkommen durch Köntributiönen an Kultussteuer, machen dadurch größere Schöpfungen möglich/ aber sie schaffen noch mehr Bedürfnisse als sie Mittel zu deren Befriedigung geben. Da ferner zu diesen Zuzügen sehr verschiedene Ortschaften das Kontingent stellen, so wird der Gemeingeist nicht eben sehr dadurch gefördert. All die Exvorsteher verschiedener Dorfgemeinden, die sich in den Hauptstädten seit einigen Jahren niedergelassen haben, bringen die Anschauungen und PrätensioneN ihrer Heimat mit, die oft im direkten Widerspruche mit sich selbst, wie mit dem in der Hauptstadt waltenden Geiste stehen. Da es schwer ist, all diese Bestrebungen zu apperzipiren, so gestaltet sich auch nicht so bald ein gesunder Organismus, und wird Lurch immer neue Zuzüge das Aggregat nur größer und unförmlicher. ’;; Sehen wir dagegen nach jenen ganz neuen Gemeinden, die sich an keinen vorhandenen Kristallstock angefchlossen haben, sondern eben durch eigenen frischen Ansatz entstanden sind, die also tabula rasa vor sich hatten und ganz frei sich konstituiren konnten, so hat man auf der einen Seite das erfreuliche Bild einer im Geiste der" neuen Zeit thätigen organisirenden Arbeit, welche nicht erst alle Tekanoth und ererbte unbrauchbar gewordene Statuten niederzuringen hat, um dann ' erst neue GrundbestiMmungeN aufzurichten; dagegen trifft man ebenso häufig Rathlosig-