Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite XX (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2609281-3183019--6405-3183427- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
XX so daß er dieselben erst zur Kenntnis des Hauses bringen müsse. Er beantragt Streichung aller einen Unterschied zwischen der christlichen und israelitischen Bevölkerung statuirenden Stellen. Nach ihm ergreift Landesberger das Wort und bedauert, daß der — von ihm mitgefertigte -- Protest der israelitischen Gemeindevertretung gegen die betreffenden Stellen, des Projekts gar keine Berücksichtigung gefunden habe.. Es handle sich hier um eine Lebensfrage für 30.000 Menschen, daher wäre ein genaueres Eingehen wohl am Platze gewesen.. Anknüpfend an den von Dubs gelieferten Nachweis über die ursprüngliche Entstehung des städtischen Vermögens, müsse er noch — nach unbestrittenen polnischen Geschichtsquellen — hervorheben, daß schon Casimir der Große eine israelitische Bevölkerung in Lemberg vorfand, daß also die .Israeliten unstreitig mit zu den von den polnischen Königen erwähnten „Bewohnern" zählten. Eine besondere politische Gemeinde haben aber die Israeliten schon nach den diesfälligen Gesetzen Kaiser Josefs niemals gebildet, sondern nur eine religiöse „Innung," welche sonach keineswegs der „ christlichen Bevölkerung," sondern höchstens einer der einzelnen vier christlichen Religionsgenossenschaften,— der römisch- und griechisch-katholischen, der armenischen und evangelischen — welche als solche allerdings besonderes Vermögen besitzen, entgegen gestellt werden kann. Uebrigens haben , die Israeliten selbst als Religions - Genossenschaft so gut wie gar kein Vermögen, denn die ganzen Einkünfte aus dem Vermögen der israelitischen Gemeinde belaufen sich.auf 130fl., die Ausgaben