Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 318)
- Language
- German
- Belongs to
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248 liche Absicht unter seinen Bestrebungen zu errathen, rückte ich noch mit der letzten Frage heraus. „Dann muß ich noch bestimmt wissen, ob Ihre Absichten die ältere oder die jüngere zum Ziele haben?" „Und wozu diese-seltsame Frage?" „Und doch ist sie jetzt von höchster Wichtigkeit." „Also wenn Sie es unumgänglich haarklein wissen wollen, so ist es die ältere, Marie, die englisch blonde die... „Genug! Genug! Gott sei Dank!" und damit ergriff ich ihn beim Arme und zog ihn hinunter zum Thee und setzte ihm das Verhältniß dieser beiden Nichten auseinander, wie es der Leser bereits weiß; er war nur in soweit froh, daß er eine Schwierigkeit weniger vor sich hatte. Wir rückten in die Mitte der Gäste am Tische ein, und wir trafen die Konversation im besten Gange. Zuerst wurde die Jagd, dann der Tod der Generalin mit allen daran hängenden Umständen verhandelt, dabei trug mir die Gräfin mit ihrer gewöhnlichen Güte auf, ihr bald die Fräulein vorzüstellen, welches ich mit Vergnügen versprach. Eben hing Alles mit gespanntem Interesse an der Unterhaltung, als der Graf dieselbe mit dem Ausrufe unterbrach: „Sehen Sie einmal, wer hat uns unfern alten Krüppel entführt?" Unter der Benennung , „alter Krüppel" war auf der Esplanade ein alter knorriger Lindenbaum bekannt, der schon seit einer Reihe von Jahren seine dürren leeren Aeste - in die Luft gleich einem Gefpenste hinausreckte, und einen unangenehmen Kontrast zu der ganzen belebten frischen Umgebung bot. Man ließ ihn schon längere Zeit aus einer gewissen Pietät stehen, aber da er die Aussicht hinderte, so äußerte der Graf neulich, als er mit seinen