Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 317)
- Language
- German
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247 seinen Kammerlakei rufend, sagte er: „Es ist heute ein so schöner Morgen, daß Du gut thun wirst, hier da im Freien für uns zum Thee herzurichten. Und wenn Alles vorbereitet ist, bitte die Gräfin mit ihren Damen, und auch alle die Herren, die es vorziehen im Freien ihren Thee zu nehmen, herunter zu kommen." Wir begaben uns als berichtet wurde, daß Alles zum Thee bereit wäre, hinaus. Der Morgen .war nach einer regnerischen Nacht sehr erquickend, die Blumenanlagen gewährten wie den schönsten Schmuck so den lieblichsten Duft. Die Gesellschaft fand sich nach und nach zahlreich ein. Da Lord A. nicht erschien, so entfernte ich mich um nachzusehen, wie es mit feiner Hand stehe. Ich traf ihn in seinem Zimmer auf und abgehen, und als ich mich um seine Gesundheit erkundigte, sagte er auf mich rasch zugehend: .„Mit dieser Verwundung Doktor gehet es gut, wie Sie sehen, aber mit der, für die kein Kraut in Ihrer Apotheke gewachsen, stehet es noch' im weitem Felde." „Leider können wir nur körperliche Wunden heilen," sagte ich und machte Miene, indem ich meinen Hut ergriff, fortzugehen, um ihn zu einer Erklärung zu drängen. „Hören Sie," sagte er, meine Zeit ist mir hier noch kurz zugemessen und doch muß ich bald Gewißheit über meine Zukunft erlangen und so will ich...." „Sie haben die Jagd scheint es, auf ein Gebiet ausgedehnt, wo Ihnen schwerlich Lorbeeren blühen werden." „Woher diese strenge Verurtheilung." „Wissen Sie denn nicht, daß die fremde Konfession, unerbittlich als Scheidewand zwischen Ihnen und ihres Wunsches Ziele stehet?" „Aber bei uns zu Lande bietet sich kein Hinderniß mehr dar." Und als ich es so weit hatte, um eine ernst-