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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1866-01-01 · Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866) · p. Seite 162

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 162 (sequence 232)
Language
German
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162 anderer Götter, die Beschränktheit Gottes im Räume anzuerkennen, sondern weil wir nachsprechen, was unsere Vorfahren gedacht und gesprochen haben. Wenn die alte Zeit wirkliche Göttersöhne glaubte, so ist natürlich in der Bibel nichts weiter darunter verstanden, als Engel, selige Geister, mit deren Annahme kein Polytheismus, keine Göttergeschichten und Theogonien verbunden sind. Und wenn Gott als der höchste aller Götter gepriesen wird, so beweist das durchaus nicht, daß diese Götter nun wirklich als Untergottheiten vorhanden sind. Denn diese Götter werden so scharf als eine so sinnliche Sprache wie die hebräische es kann, als nichtig, als bloße Produkte des Aberglaubens bezeichnet. Sie werden „Ungötter 64), Nichtgötter 65), Scheusale 66), Kothgötter07) genannt. Und da das gemeine Volk noch lange Zeit nach der Verkündigung des wahren Gottes in Götzendienst befangen war, so mußte allerdings darauf hingewiesen werden , daß „Gott" hoch erhaben ist über solche Götzen, daß er mit ihnen nicht zu vergleichen ist, daß er allein der „wahre Gott" ist 08). Unmöglich läßt sich das richtige Verhältniß anders in hebr. Sprache ausdrücken, als es geschehen ist und so bedarf es kaum noch des absoluten Verbotes jeglichen Götzendienstes, der Verherrlichung Gottes als des einzigen Weltenschöpfers, der ausdrücklichen Lehre: Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einig-einzig, um den Monotheismus der Bibel, gegen jede Anfechtung zu schützen. Auch bei den Anthropomorphismen und Anthropopathien dürfen wir nie vergessen, daß die Sprache der Bibel keine philosophisch vergeistigte ist, daß der Orientale die Bilderpracht des Ausdruckes liebt, und daß auch die philosophisch verwässerte, deutsche Sprache des 19. Jahrhunderts

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