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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1866-01-01 · Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866) · p. Seite 149

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 149 (sequence 219)
Language
German
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149 Pindar singt: „Dem Gotte ist es möglich, aus schwarzer Nacht unbeflecktes Licht vorstrahlen zu lassen "). Hofft aber ein Mensch, daß irgend eine That der Gottheit entgehe, so fehlet er 12). Menschen ziemt es wohl, zu reden von den Göttern Würdiges nur; minder wird dann die Schuld" ") (daß man es wagt, von ihnen zu erzählen). Von Apollon heißt es: „Der Du Aller entscheidendes Ziel kennest und all' ihre Wege; wie viel Blätter im Frühling die Erde hervorsendet und wie viel Sandkörnchen im Meer und in Flüssen von Wellen und Winden bewegt werden, was bevorsteht u.nd woher es kommen wird, das erstehest Du wohl" "). Archilochus: „O Zeus, Vater Zeus, deine Kraft erfüllt den Himmel, du schaust der Menschen und der Himmlischen Werke, die guten, wie die bösen" "). Theognis: „Kein Mensch ist glücklich, keiner von ihnen bedürftig, Keiner gut oder schlecht, dem nicht der Gott es bestimmt10). Du kennst wohl der Sterblichen Geist und ihre Gesinnung"^). Und wie „der Gott" allmächtig und allwissend ist, wie von ihm alles Glück und alles Unglück der Menschen ausgeht, wie er Mensch und Thier, und die ganze Natur beherrscht, so ist er auch gerecht und sittlich, ein Richter über Gutes und Böses, dem der Mensch fromm vertrauen darf. Heilig und verehrenswerth nennt Pindar die Götter, nichts Schlimmes darf von ihnen ausgesagt werden^); Theognis singt: Mancher versuchte, sich Ruhm zu erwerben, doch weil er darüber Nicht nachdachte zuvor, stürzt er in Jammer und Noth, Aber wer recht thut, solchem bescheert bei allem die Gottheit Freundliches Glück und bewahrt ihn vor verblendetem Sinn 18).

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