Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 218)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Homer 1× ep/1025156
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148 wie die folgenden berechtigt zu haben: „Der Gott gibt und verweigert wie es ihm im Herzen gefällt, denn Alles vermag er 2). Ihm liegt Alles vor Augen, gutes Geschick und böses der sterblichen Erdenbewohner 8). Ein Gott, Zeus, spendet dem Einen Gutes, dem Andern Böses, vermag der Kronide doch Alles 4). . Der Gottheit huldigt die Natur, wenn nicht als ihrem Schöpfer, so doch als ihrem Herrschers. Zeus winkt mit den dunkelen Wimpern und erschüttert die Höhen des Olympos 8). Die Gottheit vermag selbst vom Tode zu erretten und Aufgang und Untergang der Sonne zu verzögern oder zu beschleunigen 7). Die Unsterblichkeit der Gottheit wird an unzähligen Stellen besungen und eine entschiedene Hinneigung zur Einheit zeigt sich in den Beinamen des Zeus, welche wie immer die Beiwörter beim Homer, die bezeichnendste Eigenschaft des Gottes ausdrücken: Zeus wird „der höchste und beste der Götter" genannt, „der Vater der Götter und Menschen," „der Herrscher über alle Sterblichen und Unsterblichen" 8). Aehnliches finden wir bei Hesiod: „Gottes Auge, das Alles sieht und Alles weiß" 8). Zeus setzt sterbliche Menschen inUnehr' oder in Ehren, Ruhm und Schande verleiht er nach seinem erhabenen Willen. Leicht gibt Stärke der Gott, leicht wirft er Starke zu Boden. Leicht demüthigt er die Mächtigen, Niedere erhebt er, Zeus, der gewaltige Donnrer, der den ewigen Aether bewohnet 10)." Mit noch höherem Schwünge als Homer, der krasse Götzendiener, als Hesiod, der Schöpfer des ethisch-didaktischen Epos, preisen Zeus die späteren Lyriker.