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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1866-01-01 · Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866) · p. Seite 132

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 132 (sequence 202)
Language
German
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132 desjenigen, was in hebräischer Sprache darüber vorhanden ist. Dies veranlaßte mich zu der in den „Wissenschaftlichen Blättern aus der Beitel Heine Ephraimschen Lehranstalt" (erste Lese, 1862) enthaltenen Abhandlung: „Zur pseudepigraphischen Literatur, insbesondere der geheimen Wissenschaften des Mittelalters aus hebräischen und arabischen Quellen." Die darin besprochene Münchener Handschrift enthält nur Uebersetzungen aus dem Arabischen und Lateinischen, u. A. auch das Fragment eines Buches über Gifte von dem Inder Schanak. Eine Kamäe für Fieber in dieser Handschrift hat die Namen: Kaspar, Melchior, Balthasar! — Demselben Jdeenkreise gehört die Abhandlung im„SeraPeum" über das Traumbuch des Daniel an, dessen späte Abfassung nachgewiesen wird. — Indem wir das bekannte du sublime au ridicule umkehren, wenden wir uns zur Philosophie im engeren Sinne, müssen aber auch hier mit pseudepigraphischen Schriften beginnen. Man hat die Juden lange über ihre Nachricht von dem bekehrten Aristoteles verhöhnt. Sie gründet sich zum Theil auf die neuplatonische ihm unterschobenene „Theologie," welche der jüdische Arzt Mose Arovas in Damaskus (Ans. XVI. Jahrh.) aus dem Arabischen eines syrischen Christen des IX. Jahrh. zunächst ins Italienische und zugleich in's Hebräische übertrug. Ohne die betreffenden Aufklärungen von Munk zu kennen, hat Professor Haneberg in München über jenes Werk in der dortigen Akademie gelesen (vgl. die Ergänzungen in der Hebräischen Bibliographie 1863 S. 107, 1864 S. 66), sowie über das neuplatonische „Buch der Ursachen," welches Munk einem jüdischen Verfasser zuschreiben möchte*). In derThathaben drei Juden des XIII. *) S. Zur pseudepigr. Lil. S. 21, Anm. 24.

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