Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 201)
- Language
- German
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131 geführte lebhafte Debatte über den Ursprung dieser Stativnen wird hier zum Theil aus spätern hebräischen Quellen beleuchtet, die Bekanntschaft der alten Hebräer mit denselben (Weber bezieht das Wort מזלות darauf) in Abrede gestellt. Die astrologische Bedeutung dieser Asterismen führt den Verfasser dort u. A. zur Besprechung von einer Art von Loosbüchern (גורלות) über welche eine ergänzende Notiz in der Hebräischen Bibliographie 1863, S. 120 gegeben ist. In der Geschichte der Afterwissenschaften des im Mittelalter herrschenden und durchaus noch nicht erstorbenen Aberglaubens (Astrologie, Magie u. dgl.) kommen die Namen Inder und Juden — mitunter auch in gegenfettiger Verwechslung wegen der Wortähnlichkeit — nicht selten vor; beide galten zuletzt als Autoritäten auf diesem Felde und wenn Weber nachgewiesen, daß die ersteren darin bald Schüler der Araber geworden, so ist der Antheil, welchen die Juden an der Ausbildung dieser vermeintlichen Wissenschaften hatten, noch aus handschriftlichen Studien zu präzisiren. Schindler * **)) stellt mit Recht die Araber in den Vordergrund. Nach L. F. A. Maury^׳) wäre die Astrologie der Araber ״ganz rabbinisch;" zu den Belegen gehören freilich die — ״Sippurim" (her. v. Wiener)! Eine Vorfrage ist sowohl die Autorschaft von allerlei Schriften, welche man mit jüdischen Namen bekleidete, wie man selbst Araber für Juden ausgab, als auch der Ursprung *) Der Aberglaube des Mittelalters 1859; s. z. B. S. 76, 88 (Kabbala), 92, 168, namentlich eine schöne Stelle über Juden- Verfolgungen S. 317. **) La NaZie 6t!’-Aerologie etc. 1860, S. 193—5; vgl. auch S. 94—7,167, 172, 288, 291. 297. 9*